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Russische Weltkriegs-Siegesfeier in Wien: "Putin der Mensch Nummer 1"

Russische Siegesparade in Wien
Russische Siegesparade in Wien Copyright Johannes Pleschberger, euronews
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Von Johannes Pleschberger
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Begleitet von ukrainischen Protesten haben in Wien lebende Russen den "Tag des Sieges" über Nazi-Deutschland mit einer Parade begangen.

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Hunderte Russinnen und Russen sind durch Wien marschiert, um den Sieg über Nazideutschland zu feiern. Vergeblich hatte die Ukraine Österreichs Behörden ersucht, die Jahrestagsfeier zu untersagen. Die Teilnehmer zeigten sich gegenüber Europa und der Ukraine mitunter sehr kritisch:

Für Almur, einen Wiener aus Kasachstan ist "Wladmir Putin der Mensch Nummer 1."

Antonina, eine Wienerin aus dem Donbas meint, der Ukrainische Präsident habe einen Genozid am ukrainischen Volk verübt.

Und der aus Russland stammende Wiener Gennadi Morozov findet: "Alles was Europa jetzt über Russland redet, das stimmt absolut 100-prozentig nicht."

Genauso wie in den vergangenen Jahren, konnte die Ukraine auch dieses Mal kein Veranstaltungsverbot hier in Wien erwirken. Laut der ukrainischen Botschaft ist diese Feier demokratiefeindlich und eine Verhöhnung aller Ukrainer, die momentan im russischen Krieg in der Ukraine sterben.

Unmittelbar neben der Jahrestagsfeier fand eine Protestaktion statt.

"Wir müssen trauern aber nicht feiern. Es gibt nichts zum Feiern. Wir müssen der Opfer gedenken und nicht Putins Propaganda verbreiten. Das ist Putins Propaganda. Er missbraucht diesen wichtigen Tag," sagt Tetiana Bilyk, eine ukrainische Wienerin.

Die Feier wurde von einem Verein mitorganisiert, welcher der russischen Botschaft nahesteht.

Am 15. Mai wird dann wieder eine russische Kundgebung in Wien stattfinden - die soll sich aber gegen Präsident Putin und seine Staatsführung richten.

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