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Til Schweiger (56) findet Friedrich Merz (64) "klasse"

Actor Til Schweiger ARCHIV
Actor Til Schweiger ARCHIV   -   Copyright  AP Photo/Gero Breloer   -   Gero Breloer
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Schauspieler Til Schweiger hat einen Favoriten unter den Kandidaten für die Nachfolge von Angela Merkel - und er hat es in einem Interview mit «Bild am Sonntag» bekannt gegeben. Die Mehrheit der CDU-Mitglieder finde Friedrich Merz "klasse", sagte Schweiger dem Blatt.

"Eigentlich müsste die CDU sagen: Das ist unser Mann! Ich sehe aber, dass versucht wird, ihn zu verhindern", erklärte der 56-Jährige, der auch als Regisseur tätig ist. "Wenn einer das Erstarken der AfD in den Griff kriegen kann, dann er!"

Schweiger scheint kein echter CDU-Anhänger zu sein, denn er sagte auch, außer AfD und Linken habe er schon alles gewählt: "Grüne, SPD, CDU und sogar FDP, oft entscheide ich nach den Spitzenkandidaten."

Til Schweiger engagiert sich in Projekten gegen Kinderarmut, ein 2015 von ihm geplantes Projekt zur Flüchtlingshilfe konnte am Ende nicht umgesetzt werden. Seit mehr als vier Jahren hat er keine Tweets mehr veröffentlicht.

In den sozialen Medien gibt es einige hämische Reaktionen auf die Stellungnahme des Schauspielers.

Friedrich Merz war Ende 2018 gegen Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn ins Rennen um den CDU-Vorsitz gestartet - und am Ende der damaligen Ministerpräsidentin des Saarlandes unterlegen. Seit Annegret Kramp-Karrenbauer nach dem sogenannten "Tabubruch von Thüringen" ihren Rücktritt als CDU-Chefin angekündigt hat, bringt sich Friedrich Merz wieder in Stellung. Der konservative Widersacher der Kanzlerin hat inzwischen seinen Posten beim Vermögensverwalter Black Rock aufgegeben.

Spahn und Laschet als Merz-Gegenkandidaten

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass er wieder antreten will.

Diesmal werden auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet Ambitionen auf die Merkel-Nachfolge nachgesagt. Offiziell seine Kandidatur erklärt hat der 58-Jährige nicht. Laschet weicht Fragen nach seiner Kandidatur immer wieder aus. So antwortete er auf die Frage, wo er seine Zukunft sehe: "In Düsseldorf oder Berlin" am Wochenende in München mit "Aachen". Doch Laschet kritisierte auf der Münchner Sicherheitskonferenz auch die Arbeit der Groko und der Kanzlerin. Er sagte, dass es einen "Aufbruch für Europa" gebe, "davon hat man in den letzten zwei Jahren nicht so viel bemerkt“. Vor allem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte mehr gemeinsame europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik gefordert.