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Wieder Bruch der Waffenruhe - Libyen setzt Friedensgespräche aus

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Wieder Bruch der Waffenruhe - Libyen setzt Friedensgespräche aus
Copyright  Salvatore Di Nolfi   -   ASSOCIATED PRESS
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Die international anerkannte Regierung von Libyen unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch hat ihre Teilnahme an den Friedensgesprächen in Genf ausgesetzt. Grund sind die wiederholten Angriffe auf Tripolis.

In den sozialen Medien gepostete Videos zeigen Explosionen und schwarzen Rauch im Hafen von Tripolis. Unter diesen Bedingungen würden weitere Verhandlungen keinen Sinn machen, teilte die Regierung von al-Sarradsch am Dienstagabend mit.

Die Verhandlungen über die Waffenruhe waren erst am Dienstag fortgesetzt worden. Der UN-Vermittler für Libyen Ghassan Salamé bezeichnete den Angriff auf den Hafen von Tripolis als einen "schweren Bruch" des Waffenstillstands.

Den Kampf um die Kontrolle des öl- und gasreichen Landes führt die mächtige Libysche Nationalarmee (LNA) mit Sitz in Benghazi, angeführt von General Chalifa Haftar, gegen die international anerkannte Einheitsregierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch mit Sitz in Tripolis.

Alle internationalen Akteure des seit Jahren andauernden Libyen-Konflikts, wie unter anderem auch Russland und die Türkei, hatten sich auf einer Konferenz in Berlin Anfang des Jahres auf eine Waffenruhe geeinigt, die am 12. Januar in Kraft getreten war. Seit dem ist diese brüchig.