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"Diamond Princess": Zwei Passagiere an Covid-19 gestorben

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"Diamond Princess": Zwei Passagiere an Covid-19 gestorben
Copyright  (c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten   -   Boris Roessler
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Während viele Passagiere der "Diamond Princess" in ihre Heimat zurückkehren können, sind zwei Japaner, die an Bord des Kreuzfahrtschiffes waren, am Coronavirus gestorben. Wie das japanische Gesundheitsministerium mitteilte, kamen eine 84-jährige Frau und ein 87 Jahre alter Mann ums Leben. Damit erhöht sich die Zahl der Toten in Japan auf drei.

Die "Diamond Princess" liegt im Hafen von Yokohama bei Tokio, in den vergangenen zwei Wochen war sie unter Quarantäne gestellt. ExpertInnen üben Kritik am Vorgehen der japanischen Behörden - darunter Kentaro Iwata, Infektiologe am Universitätskrankenhaus in Kobe. Die Situation sei chaotisch gewesen, berichtet er von seinem Besuch an Bord, die Menschen hätten mal Masken getragen, mal nicht.

Ehemalige Passagiere werden erneut isoliert

Während der Quarantäne-Zeit breitete sich das Virus weiter aus. Bis zuletzt gab es Neuinfektionen, insgesamt wurden bis Mittwoch 621 Infektionen nachgewiesen. Es sei trotzdem richtig gewesen, die 3700 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord zu halten, da es in Japan keine Quarantänestation gebe, die Platz für so viele Menschen habe, so Shigeru Sakurai, der als Leiter eines Expertenteams uz einer Inspektion an Bord war.

Viele Länder, die ihre StaatsbürgerInnen ausfliegen, isolieren diese nach der Ankunft erneut. Am Mittwoch verließen wie bereits am Dienstag 500 Menschen das Kreuzfahrtschiff.

Wuhan: Gesundheitsinspektoren gehen von Tür zu Tür

IIn China gingen Gesundheitsinspektoren im weitestgehend abgeriegelten Wuhan von Tür zu Tür, um nach noch unentdeckten Erkrankten zu suchen. Der Sekretär der Kommunistischen Partei in der Hauptstadt der Provinz Hubei drohte mit Konsequenzen, sollte danach auch nur ein neuer Fall gefunden werden. Über 80 Prozent der in China bekannten Covid-19-Fälle und 95 Prozent der Toten stammen aus Hubei.

Im Staatsfernsehen wurde gezeigt, wie in Schulen und Konferenzzentren improvisierte Krankenhäuser errichtet wurden. Den chinesischen Behörden wird vorgeworfen, zu langsam auf den Ausbruch des Virus reagiert und Warnungen ignoriert zu haben.