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Gericht erlaubt Waldrodung für deutsches Tesla-Werk

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Von Andrea Büring
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Am Samstag wurden die Rodungsarbeiten gestoppt. Nun darf Tesla weiter Bäume abholzen, um seine deutsche Fabrik mit 12.000 Arbeitsplätzen zu errichten.

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Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg, das Forsetzung der Rodungsarbeiten auf dem künftigen Tesla-Gelände in Grünheide zulässt, haben Umweltschützer wieder Bäume besetzt. Die Polizei forderte Höhenretter an, um das Gebiet zu räumen.

Das US-Unternehmen Tesla, das unter anderem Autos mit Elektroantrieb baut, will in Grünheide im Landkreis Oder-Spree südöstlich von Berlin ein Großwerk errichten.

Die Umweltschützer sperren sich gegen den Bau und argumentieren, es handele sich um ein Wasserschutzgebiet und einen Lebensraum für schützenswerte Arten. Sie werfen dem Hersteller von Elektroautos vor, sich einen grünen Anstrich zu geben, mit seiner Betriebstätigkeit tatsächlich aber der Umwelt zu schaden.

Das Oberverwaltungsgericht hatte Eilanträge in zweiter Instanz zurückgewiesen, da die gesetzlichen Voraussetzungen für den Bau der Anlage zu Recht bejaht worden seien. Politiker von CDU, SPD und Grünen begrüßten den Gerichtsentscheid.

Bis zum Monatsende soll das Waldstück abgeholzt sein, die Hälfte der Bäume ist bereits weg. Die Arbeiten waren wegen der Beschwerde am Samstag vorerst abgebrochen worden.

Wirtschaftsexperten hatten diese kritisiert mit der Warnung, Deutschland falle im internationalen Wettbewerb um neue Schlüsseltechnologien weiter zurück.

Das Unternehmen Tesla hatte für die Fabrik ein als Industriefläche ausgewiesenes, teils bewaldetes Gelände für knapp 41 Millionen Euro gekauft. In dem Waldstück mit Kiefernholzplantage soll eine Fabrik mit 12.000 Arbeitsplätzen entstehen. Geplant ist, dass die Elektroautos ab dem Sommer 2021 vom Band rollen. Hier sollen pro Jahr bis zu 500.000 Autos der Modellreihen 3 und Y hergestellt werden.

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