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Migrantenkrise in der Türkei - Tausende versuchen die Grenze zu erreichen

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Migrantenkrise in der Türkei - Tausende versuchen die Grenze zu erreichen
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Karaagac im Nordwesten der Türkei liegt zwei Kilometer von der Grenze entfernt. Bis hier erlaubt die türkische Polizei den Zugang für Journalisten.

Tausende Migranten sind auf dem Weg durch die Felder, Flussbetten und Wälder nach Griechenland, in Richtung Europa. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und dem Iran.

"Ich komme aus dem Iran. Ich lebe seit zwei Jahren in der Türkei. Ich kann nicht in mein Land zurückkehren. Es gibt einen Virus, es gibt keine Arbeit. Meine Familie ist in England. Sie sagen, die Grenze sei offen, also bin ich hierher gekommen. Aber die Grenze ist nicht offen. Ich bleibe eine Woche hier".

In der Nahe gelegenen Stadt Erdine campieren Hunderte von Migranten, auf dem Boden des Busbahnhofs und auf freien Plätzen. Sie versuchen verzweifelt die Landesgrenze der Türkei nach Griechenland zu überqueren und warten auf den Transport zur Grenze.

"In Syrien bombardieren jetzt die russischen Flugzeuge die Bevölkerung. Auch der Iran ist in den Krieg verwickelt. Es gibt auch die Hisbollah und Baschar al-Assad. Sie alle sind in Idlib. Sie alle kämpfen in Idlib. Das Leben dort ist sehr schwierig geworden. Eigentlich gibt es kein Leben in Syrien".

Griechenland hat nach eigenen Angaben innerhalb weniger Tage 35.000 Menschen an der Einreise gehindert. Die Türkei befürchtet, dass sie einer weiteren Migrantenwelle gegenüberstehen könnte, wenn die von Russland unterstützten syrischen Streitkräfte ihre Offensive fortsetzen.