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Coronavirus treibt Arbeitslosenzahlen in Europa nach oben

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Mann vor geschlossenem Restaurant in Madrid
Mann vor geschlossenem Restaurant in Madrid   -   Copyright  GABRIEL BOUYS/AFP or licensors
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Rekordanstieg in Spanien

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist die Arbeitslosigkeit in Europa zuletzt wieder gestiegen. Viele Unternehmen kämpfen mit Auftragseinbußen, es gibt Kurzarbeit und Kündigungen. Allein im ohnehin von Arbeitslosigkeit gebeutelten Spanien ging die Arbeitslosenquote im März um 9,3 Prozent nach oben - der stärkste jemals verzeichnete Monatsanstieg.

Spaniens Arbeitsministerin Yolanda Díaz Pérez: "Heute hat Spanien einen Zuwachs der Arbeitslosenzahlen um 302.265 Menschen verzeichnet. Das ist ein absolut außergewöhnlicher Anstieg verglichen mit jedem anderen Monat.

Kurzarbeitergeld in vielen Ländern

Ähnlich sieht es in Großbritannien aus. Laut den Behörden beantragten in den vergangenen zwei Wochen fast eine Million Menschen Sozialhilfen, gut zehnmal so viele wie sonst üblich.

Die Regierung in London hatte versprochen, 80 Prozent der Gehälter von kurzarbeitenden Angestellten und Selbständigen zu übernehmen.

Frankreich garantiert 84 Prozent des Nettogehalts als Kurzarbeitergeld. Laut dem Arbeitsministerium sind rund ein Fünftel aller Arbeitnehmer im Land betroffen.

Muriel Pénicaud, Frankreichs Arbeitsministerin, sagte: "337,000 Unternehmen haben Kurzarbeitergeld beantragt, die überwiegende Zahl sind kleine Unternehmen. Die Anträge betreffen 3,6 Millionen Angestellte."

Österreichs Tourismus schwer getroffen

Auch in Österreich gibt es einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Die Pandemie hat den für das Land wichtigen Tourismus sowie den Einzelhandel schwer getroffen.

Als Reaktion auf die Krise plant die Europäische Union ein eigenes Programm, um Arbeitgeber und deren Angestellte und Mitarbeiter zu unterstützen.