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Schweiz noch nicht am Covid-Peak: 20.000 Infizierte

Hospital in Neuchatel on March 25, 2020,
Hospital in Neuchatel on March 25, 2020,   -   Copyright  FABRICE COFFRINI/AFP
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Auf der Pressekonferenz an diesem Samstag hat der Chef des Bundesamts für Gesundheit (BAG), Daniel Koch, viele Informationen zu den Coronavirus-Patienten in der Schweiz bekannt gegeben. Insgesamt haben sich jetzt mehr als 20.000 mit SARS-CoV-2 angesteckt. Allein zwischen Freitag und Samstag wurden 975 neue Infektionen in der Schweiz registriert.

Inzwischen wurden laut BAG mehr als 153.000 Tests durchgeführt, von denen etwa 15 Prozent positiv gewesen seien.

Mit 236 Fällen pro 100.000 Einwohner hat das Land eine der höchsten Infektionsraten in Europa. Prozentual am stärksten von Covid-19 betroffen sind die Kantone Tessin, Genf, Waadt und Basel-Stadt.

Mindestens 540 Patienten sind in der Schweiz nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben.

"Wir sind noch nicht am Peak angelangt."
Daniel Koch
Leiter des Bundesamts für Gesundheit

Koch sprach sich strikt gegen eine rasche Lockerung der Ausgangsbeschränkungen aus. Er sagte: "Wir sind noch nicht am Peak angelangt."

Durchschnittsalter der Toten liegt bei 83 Jahren

Das Durchschnittsalter der Toten in der Schweiz liegt bei 83 Jahren. Dabei waren die Verstorbenen zwischen 32 und 101 Jahre alt.

Daniel Koch erklärte, dass die Patienten, die nach einer Infektion mit dem Virus gestorben sind, in 97 Prozent der Todesfällen unter Vorerkrankungen gelitten haben, nämlich vor allem unter Bluthochdruck zu 69 Prozent, Herz-Kreislauferkrankungen zu 55 Prozent und Diabetes zu 29 Prozent.

Hier finden Sie die Karte zur weltweiten Ausbreitung des Coronavirus der JHU

Eltern sollten mit Kindern nicht zu spät in die Krankenhäuser kommen

Der BAG-Chef leitete eine Empfehlung von Schweizer Kinderärzten weiter, die beklagen, dass Eltern wegen Covid-19 zögern, Kliniken aufzusuchen. Die Eltern sollten in Notfällen mit kranken Kindern nicht zu lange warten, bevor sie medizinische Hilfe suchen. Auch Impfungen sollten wegen der Coronavirus-Krise nicht verschoben werden.