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Deutschland: Erste klinische Studie zu Corona-Impfstoff genehmigt

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Deutschland: Erste klinische Studie zu Corona-Impfstoff genehmigt
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Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erteilt erstmals in Deutschland eine Zulassung für eine klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhält die Genehmigung, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen.

Auch die Regierung in Großbritannien plant, ab diesem Donnerstag, einen Impfstoff gegen das Coronavirus an Menschen zu erproben. Dazu der britische Gesundheitsminister Matt Hancock:

"Ich stelle heute dem Team in Oxford 20 Millionen Pfund zur Finanzierung ihrer klinischen Versuche zur Verfügung. Als Ergebnis kann ich die Tatsache ankündigen, dass der Impfstoff aus dem Oxford-Projekt ab diesem Donnerstag an Menschen erprobt wird".

Normalerweise dauert es Jahre, bis das Stadium der Humanversuche bei Impfstoffen erreicht ist. Dazu Professor Andrew Pollard, vom Impfstoff Center der Universität Oxford:

"Es geht nicht um Hoffnung. Wir müssen herausfinden, ob diese Impfstoffe funktionieren oder nicht. Dabei ist die Sicherheit wichtig und wir wollen sehen, welche Reaktionen der Impfstoff auslöst. Deshalb müssen wir weitermachen und mit den Tests an Menschen beginnen".

Noch sind groß angelegte Infektionstests und das Tragen von Masken der beste Schutz gegen eine Ausbreitung des Coronavirus. Die Mehrheit der deutschen Bundesländer setzt nun auf eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen und beim Einkaufen. Eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es aber nicht. Selbstgemachte Masken werden zu einem alltäglichen Anblick.

Andere europäische Länder lockern weiterhin die Corona-Beschränkungen. Italien verzeichnet den ersten deutlichen Rückgang der Infektionen, trotz der Meldung von über fünfhundert neuen Todesfällen. Die Regierung verspricht einen vorsichtigen Plan für weiter Lockerungen bis Ende der Woche.

Wegen der Corona-Krise ist das für Juli geplante Stiertreiben in der nordspanischen Stadt Pamplona abgesagt worden. Ein Teil der im Budget für das Spektakel vorgesehen drei Millionen Euro soll nun für den Kampf gegen das Virus verwendet werden.