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Trump relativiert Desinfektionsmittel-Aussagen als Sarkasmus

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Trump relativiert Desinfektionsmittel-Aussagen als Sarkasmus
Copyright  MANDEL NGAN / AFP
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US-Präsident Donald Trump hat seine Gedankenspiele zum intravenösen Einsatz von Desinfektionsmitteln gegen Covid-19 als Sarkasmus relativiert. Allerdings erst einen Tag später.

Donnerstagabend hatte er Wissenschaftler ermuntert, Möglichkeiten zu prüfen, Desinfektionsmittel zu verabreichen.

Die Reaktion des Desinfektionsmittelherstellers RB ließ nicht lange auf sich warten. Unter keinen Umständen dürften dessen Produkte in den menschlichen Körper gelangen. Der Gebrauch der Desinfektions- und Hygieneartikel sei nur zu den auch auf der Verpackung angegebenen Zwecken zulässig.

Auch die Gesundheitsbeauftragte von New York City, Dr. Oxiris Barbot, sah sich zu ein er entsprechenden Warnung genötigt, die eher einer Selbstverständlichkeit entspricht: _"Die Einführung eines dieser Produkte in irgendeiner Form, sei es durch Injektion, Einnahme oder Anwendung auf der Haut, schadet dem Körper."
_

"Wie können wir so etwas machen?"

Trump hatte am Donnerstag auf die Äußerung eines Regierungsexperten reagiert, der über die Desinfektion trockener metallischer Flächen berichtete. Dann äußerte er sich bei der Pressekonferenz im Weißen Haus wie folgt:

"Ich sehe ein Desinfektionsmittel, das alles in einer Minute beseitigt. Gibt es einen Weg, wie wir so etwas machen könnten - durch spritzen oder etwas wie säubern...wäre interessant, das zu prüfen. Das ist natürlich Ärzten zu überlassen. Aber es klingt für mich interessant."

An diesem Freitagabend gab Trump an, er habe keineswegs die Bürger dazu aufrufen wollen, Desinfektionsmittel zu sich zu nehmen. Seine Äußerungen will er als Sarkasmus verstanden wissen, mit dem er auf eine "feindliche Gruppe" von Reportern reagiert habe.