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So will Europa aus dem Corona-Lockdown kommen

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So will Europa aus dem Corona-Lockdown kommen
Copyright  Martin Meissner/AP
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Europa wagt sich langsam aus dem Corona-Lockdown. Ein Land nach dem anderen enthüllt seinen Lockerungsplan.

Frankreich

"Schützen, testen, isolieren", so das Motto in Frankreich. Ab 11. Mai dürfen hier Menschen wieder ohne Bescheinigung auf die Straße, Geschäfte wieder öffnen.

Aber viele Einschränkungen bleiben: Reisen werden nur im Umkreis von 100 Kilometern möglich sein, Versammlungen nur bis zu zehn Personen. Restaurants, Cafés und auch Strände bleiben vorerst geschlossen.

Krippen, Kindergärten und Grundschulen sollen vom 11. Mai an schrittweise geöffnet werden, auf freiwilliger Basis. Die Sekundarstufe könnte folgen. Über die Rückkehr der obersten Klassen soll Anfang Juni entschieden werden.

Spanien

Spanien, das Land mit den meisten Covid-19-Fällen in Europa, will in vier Phasen schrittweise die Ausgangssperre lockern – derzeit eine der strengsten der Welt.

"Sollte alles so weiterlaufen wie bisher, und ich sage das mit größter Vorsicht, werden die Lockerungen in einem Zeitraum von acht Wochen in Kraft treten", sagte Ministerpräsident Pedro Sanchez. So könne man bis "Ende Juni im ganzen Land zu einer neuen Normalität finden".

Jede Phase dauert zwei Wochen, nach und nach sollen immer mehr Geschäfte, Lokale und Kirchen öffnen, später auch Fitnessstudios, Kinos, Theater und Hotels. Die Kundenzahl wird aber deutlich beschränkt.

Portugal

Portugal will den Ausnahmezustand am Sonntag aufheben. Das Virus solle dann mittels „anderer Instrumente“ unter Kontrolle gehalten werden, so Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Kleine Geschäfte dürften wieder aufmachen – aber es gelte weiter äußerste Vorsicht.

"Wir gehen nun in Phase drei, in der es nach wie vor darum geht, die Situation unter Kontrolle zu bringen", warnte der Staatschef. "Diese dritte Phase darf nicht als normal oder stabil angesehen werden. Nein, es geht weiter um Kontrolle – und gleichzeitig um die Öffnung – in kleinen Schritten.“

Griechenland

In Griechenland enden ab dem 4. Mai schrittweise die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Premierminister Kyriakos Mitsotakis warnte aber: "Vorsicht! Dies ist nicht das Ende des Abenteuers, sondern die Fortsetzung."

Ab Montag dürfen die kleineren der seit Mitte März geschlossenen Geschäfte und die Frisöre wieder öffnen. Überregionale Reisen bleiben ohne wichtigen Grund aber für mindestens zwei weitere Wochen verboten.

Athen hatte schneller als andere Länder reagiert, früh Schulen, Restaurants und Geschäfte geschlossen – und gilt in der Corona-Krise als Vorzeigestaat.

Deutschland

Deutschland hat die ersten Lockerungen schon hinter sich – und plant nun auch Kitas schrittweise zu öffnen.

Zuletzt stieg die Infektionsrate wieder – ob das mit dem Ende des Shutdowns zu tun hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht gesagt werden.