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Lockdown: Das Paradies für Wildtiere

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Lockdown: Das Paradies für Wildtiere
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Mit dem Coronavirus kehren die Tiere zurück, nicht nur in den Städten, auch in freier Wildbahn macht sich bemerkbar, das die Anwesenheit von Menschen und der Verkehr massiv zurückgegangen sind. In den französischen Savoyen fährt Arnaud Chartrain nächtliche Patrouille durch sein Revier, er leitet das regionale Büro für Biodiversität. Er sagt, es sei nicht normal, das so viele tiere sehe man erst seit dem Beginn der Maßnahmen gegen das Coronavirus.

Mit den Eindämmungsmassnahmen gegen das Virus haben sich Wildtiere ihren Lebenraum zurück erobert.

Auf den Straßen ist kein Verkehr mehr, besonders nachts. Wenn die Sperren aufgehoben werden, wird das die Tiere überraschen, wir müssen dann sehr wachsam sein.
Arnaud Chartrain
Leiter des Büros für Biodiversotät in den Savoyen

Auch den Städten tummelt sich die Wildtiere. Die scheuen und nachtaktiven Igel zum Beispiel sind tagsüber selten zu sehen. In Grossbritannien häufen sich die Sichtungen.

Wenn Leute unterwegs sind, weichen ihnen die Igel aus. Wenn jetzt nachts weniger los ist in den Straßen und Parks, dann werden die Igel mutiger. Sie trauen sich heraus und kommen möglicherweise an Orte, die sie sonst meiden würden, um dort nach fressbarem zu suchen, oder nach Partnern.
Grace Johnson
Igelbeauftragte Hedgehog Street

Laut der Tierschutzorganisation People's Trust for Endangered Species ist die Zahl der Igel im Vereinigten Königreich seit dem Jahr 2000 um mehr als ein Drittel zurückgegangen – schuld daran seien hauptsächlich menschliche Aktivitäten. Gartenzäune und Mauern trennen Biotope, die zu Gärten, Terrassen oder Parkplätzen geworden sind.