Demo in Tel Aviv: "In einer Apartheid kann es keinen Frieden geben"

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Von Andrea Büring
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In Tel Aviv sind Tausende Menschen gegen Trumps Nahostpläne auf die Straße gegangen. Sie forderten Gerechtigkeit für das palästinensische Volk.

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In Tel Aviv sind Tausende Israelis auf die Straße gegangen, um gegen den so genannten Friedensplan der USA und Israels zu protestieren. Dieser könnte zur Annexion weiter Teile des besetzten Westjordanlands führen. In Anlehnung an die Proteste nach dem Tod von George Floyd hielten die Demonstranten Schilder, auf denen "Palestinian Lives Matter" zu lesen war.

Der Demonstrant Guy Ben Shahar erklärte:

Wir sind gegen diese Pläne, die Annexionen würden zu Ausschreitungen und Krieg führen, das bringt nichts. Was Israel und die USA planen, hat nichts mit Frieden zu tun.
Wir wollen Gerechtigkeit für die Palästinenser und Frieden für beide Seiten - für Israelis und Palästinenser. In einer Apartheid kann es keine Gerechtigkeit und keinen Frieden weder für sie noch für uns geben.
Eden
Demonstrantin

Der umstrittene Plan von US-Präsident Donald Trump erlaubt es, Israel Gebiete mit jüdischen Siedlungen und strategische Punkte im Westjordanland einzuverleiben. Dieser könnte der Knesset ab dem 1. Juli vorgelegt werden.

Was international ebenfalls für Kritik sorgt, ist der Umstand, dass Ostjerusalem nicht zur Hauptstadt eines palästinensischen Staates würde - einer der Hauptstreitpunkte im Nahostkonflikt, der seit der Staatsgründung Israels in den 40er Jahren schwelt.

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