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Libyen: Regierung sieht Drohung aus Ägypten als "Kriegserklärung"

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Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi im November
Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi im November   -   Copyright  John MacDougall/AFP
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In Libyen spitzt sich die Lage zwischen den rivalisierenden Regierungen und ihren Verbündeten nach Ankündigungen des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi vom Wochenende zu. Al-Sisi hatte m Samstag beim Besuch einer Luftwaffenbasis mit einer Militärinvention im Nachbarland gedroht, sollten die Truppen, die für die international anerkannte libysche Einheitsregierung kämpfen, die Hafenstadt Sirte angreifen. Das Militär solle bereit sein, jede Mission auszuführen, inner- und außerhalb der ägyptischen Grenzen.

Die Regierung bezeichnete dies als "Kriegserklärung". Sie allein würde über Ort und Zeit ihrer Militäreinsätze bestimmen.

Hinter Sirte liegen Ölvorkommen

Die Eroberung Sirtes würde den Truppen der Einheitsregierung den Vorstoß in den Osten des Landes erlauben, wo wichtige Ölvorkommen liegen, die von Haftars Truppen kontrolliert werden. Die Kämpfer der Einheitsregierung sind auf dem Vormarsch, seit dem sie seit Beginn des Jahres durch die Türkei unterstützt werden.

Die Regierung ist zudem mit Italien und Katar verbündet. Die Gegenregierung unter Führung des Generals Chalifa Haftar mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland und Ägypten.

Al-Sisi hatte vor gut zwei Wochen nach einem Treffen mit Haftar in Kairo eine neue politische Initiative und eine Waffenruhe für Libyen angekündigt. Dabei war aber kein Vertreter der libyschen Regierung anwesend.