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"Jeder Tag zählt" - Merkel und von der Leyen mahnen zur Eile

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Angela Merkel in Berlin und Ursula von der Leyen in Brüssel
Angela Merkel in Berlin und Ursula von der Leyen in Brüssel   -   Copyright  KAY NIETFELD/AFP or licensors
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Am zweiten Tag der deutschen Ratspräsidentschaft sind die Spitzen der Berliner Regierung und der EU-Kommission zu ihrem ersten virtuellen Treffen zusammengekommen.

Dabei unterstrichen Angela Merkel und Ursula von der Leyen den historischen Moment des Wachwechsels im Europäischen Rat.

Die nächsten sechs Monate seien entscheidend im Kampf gegen die Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen.

Der Zeitdruck sei enorm, aber die Krise bestimme das Tempo, so die Kommissionspräsidentin.

An jedem verlorenen Tag würden Menschen Jobs verlieren und Unternehmen schließen. Daher zähle jeder Tag.

Gefragt nach den schleppenden Verhandlungen über das lange erwartete EU-Konjunkturpaket, erinnerte Merkel ihre Kollegen daran, mutig zu handeln.

Merkel: "Jeder weiss, dass die Antwort auf diese wirklich nie da gewesene Krise auch ein Antwort sein muss, die so gestrickt ist, dass sie wuchtig ist, dass sie wirklich etwas bewegt."

Die Pandemie hat die Bürger in Europa bereits tief geprägt.

Sie wollen eine engere Zusammenarbeit auf EU-Ebene und eine Stärkung der heimischen Wirtschaftszweige, wie aus einer Studie des European Council on Foreign Relations hervorgeht.

Gefragt darüber, wie sich Europa nach der Krise ändern solle, hätten 50 Prozent der Bürger in Deutschland und Frankreich gesagt, dass Produktions- und Zulieferketten für wichtige medizinische Produkte geschützt und nach Europa gebracht werden sollten, so die Analystin Susi Dennison.

Die Merkel-Regierung weiß, dass die Erwartungen an die deutsche Präsidentschaft groß sind.

Doch sie will auch, dass daraus ein optimistische und freudvolle Periode wird.