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Italienische Opposition fordert Neuwahlen

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Italienische Opposition fordert Neuwahlen
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Bei einer Demonstration mit mehreren Tausend Teilnehmern in Italien haben Spitzenpolitiker der rechten Opposition Neuwahlen gefordert.

Für die Kundgebung hatten die Veranstalter rund 4000 Stühle auf dem Platz aufgestellt - mit weitem Corona-Abstand.

Die Mitte-Rechts-Allianz aus drei Parteien warf der Regierung von Giuseppe Conte schlechtes Management der Coronakrise vor. Diese habe viel versprochen, aber wenig gehalten. Viele Italiener würden weiter auf zugesagte Hilfen warten.

Der Lega-Chef Matteo Salvini kritisierte vor Anhängern einen Gesetzesentwurf, der Homophobie mit Gefängnis bestrafen kann.

Jeder muss in der Lage sein, sein Leben und seine Zuneigungen so zu leben, wie er will, aber das Gesetz gegen Homophobie darf nicht verabschiedet werden - ein Gesetz, das nur denen den Knebel auflegt, die die Lebensentscheidungen eines jeden respektieren, aber glauben, dass sie der Welt zurufen können und müssen, dass ein Kind Mutter und Vater braucht.
Matteo Salvini
Lega-Chef

Die Lega Salvinis, die vor fast einem Jahr die erste Regierung Contes verlassen hatte, demonstrierte zusammen mit Anhängern von zwei anderen Parteien: der rechtskonservativen Forza Italia und den ultrarechten Fratelli d'Italia.

Während der Proteste der Opposition hielt Ministerpräsident Giuseppe Conte eine Rede auf einem Gewerkschaftstreffen. Seit September 2019 steht der parteilose Conte an der Spitze einer Koalition, die von der Fünf-Sterne-Bewegung und den Sozialdemokraten dominiert wird.

Italien ist in Europa von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen und zählte bisher offiziell rund 35 000 Tote.