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WHO meldet Corona-Rekord: Neuinfektionen weltweit auf Höchststand

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Trauer um Angehörige in Mexiko
Trauer um Angehörige in Mexiko   -   Copyright  Rebecca Blackwell/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden ist laut WHO auf einen neuen Rekordwert von 212.326 Fällen geklettert. Das geht aus dem WHO-Lagebericht zur Corona-Pandemie von Samstag hervor.

Die meisten Neuinfektionen wurden in Nord- und Südamerika (129.772) gemeldet. Davon entfielen allein mehr als 53.000 Fälle auf die USA und mehr als 48.000 auf Brasilien.

Hochhäuser in Melbourne abgeriegelt

Auch in Australien ziehen die Zahlen wieder an. Betroffen ist vor allem die Metropole Melbourne. Seit Tagen gelten für mehrere Hunderttausend Bewohner der Stadt wieder Ausgangsgsbeschränkungen, neun Wohnhochhäuser wurden jetzt komplett abgesperrt.

Dort waren die Covid-19-Fälle zuletzt in die Höhe geschnellt. Rund 3.000 Menschen dürfen für mindestens fünf Tage nicht vor die Tür. Sie werden von der Polizei überwacht und mit dem Nötigsten versorgt.

Daniel Andrews, Premierminister des Bundesstaats Victoria, zeigte sich besorgt und versprach den Bewohnern Hilfe: "In den kommenden zwei Wochen wird von Ihnen keine Miete verlangt. Außerdem bekommen diejenigen, die erwerbstätig sind und aufgrund des strengen Lockdowns nicht zur Arbeit gehen können, einen Zuschlag von 1.500 Dollar."

Bis jetzt war die Corona-Krise in Australien relativ glimpflich verlaufen – mit rund 100 Todesopfern.

30.000 Tote in Mexiko

In Mexiko ist die Lage deutlich schlimmer. Die Zahl der Toten ist auf über 30.300 gestiegen. Damit hat das lateinamerikanische Land Frankreich überholt und belegt nun Platz fünf bei den Ländern mit den meisten Corona-Opfern weltweit.

Vor allem der Großraum Mexiko-Stadt ist betroffen. Dort sollten die Corona-Regeln eigentlich gelockert werden, doch Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum ruderte nun zurück: "Leider haben sich viele Einrichtungen nicht an die Hygiene- und Abstandregeln gehalten, deshalb kam es vielerorts zu Massenansammlungen. Das müssen wir vermeiden. Deshalb bleibt die Altstadt dieses Wochenende gesperrt."

Protest in Bolivien

Auch in Bolivien steigen die Infektions- und Todeszahlen. In Cochabamba protestierte eine Familie auf der Straße, weil die Leiche eines verstorbenen Angehörigen eine Woche lang nicht abgeholt wurde.

Die Bestatter sind überlastet. Nach der Protestaktion wurde der Leichnam dann doch zum örtlichen Friedhof gebracht. 36.000 Menschen haben sich in Bolivien bereits mit dem Coronavirus infiziert, rund 1.320 Infizierte sind gestorben.