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Verschärfung der Maßnahmen in Europa: Droht eine zweite Corona-Welle?

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Verschärfung der Maßnahmen in Europa: Droht eine zweite Corona-Welle?
Copyright  Rafael Yaghobzadeh/The Associated Press
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Lange Zeit hatte sich Boris Johnson gegen eine Ausweitung der Maskenpflicht gesträubt - nun soll auch in England bald eine Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz in Geschäften gelten. In Schottland gibt es sie bereits. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, muss laut der neuen Regel mit einer Geldstrafe von bis zu 100 Pfund rechnen.

Es gebe immer mehr Beweise dafür, dass das Tragen einer Maske helfe, Menschen vor dem Coronavirus zu schützen, hieß es zur Begründung. Gesundheitsminister Matt Hancock rechtfertigte die Maßnahme im Parlament:

"Leider haben Verkäufer, Kassierer und Sicherheitspersonal überproportional unter dieser Krise gelitten", sagte Hancock. "Die Sterblichkeitsrate von Verkäufern liegt bei Männern 75 Prozent - und bei Frauen 60 Prozent über der Sterblichkeitsrate der Allgemeinbevölkerung."

Erweiterte Maskenpflicht in Frankreich?

In Frankreich sind die Corona-Maßnahmen schon einen Schritt weiter: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach sich am Nationalfeiertag für eine Maskenpflicht in in allen öffentlichen geschlossenen Räumen aus.

Eine solche Regel könne ab dem 1. August gelten. Wegen der Pandemie fiel die übliche große Militärparade am Nationalfeiertag aus. Stattdessen wurden die Pflegekräfte für ihren Einsatz im Kampf gegen Corona besonders gewürdigt.

Weitere Landeverbote in Österreich

Österreich setzt zur Bekämpfung der Epidemie weiter auf Landeverbote für Flugzeuge aus Risikogebieten. Eine neue Verordnung weitet die Verbote auf mehrere Länder in Südosteuropa aus, darunter Bulgarien, Rumänien und Serbien. Sie tritt an diesem Donnerstag in Kraft.

Im Kosovo geht ein Restaurant jetzt einen ganz eigenen Weg bei der Epidemiebekämpfung: Um Kontakte zu reduzieren, kommen dort Teddybären zum Einsatz.

"Wir benutzen die Teddybären, um Abstand zwischen den Kunden zu schaffen", sagte der Manager Besi Simnica. "Denn wir als Unternehmen müssen auch in dieser Zeit der Pandemie tätig sein."

Die Balkan-Länder hatten anfangs vergleichsweise niedrige Infektionszahlen. Nach schnellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist die Zahl der Fälle allerdings rapide gestiegen.