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IOC kämpft um Tokio 2021: "Licht am Ende des Tunnels"

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Lichtspiel in Tokio
Lichtspiel in Tokio   -   Copyright  Eugene Hoshiko/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Der Olympia-Euphorie in Japan ist längst Ernüchterung gewichen. An diesem Freitag sollte in Tokio eigentlich die Eröffnung der Sommerspiele 2020 zelebriert werden.

Doch mitllerweile steht selbst der Ausweichtermin 365 Tage später auf der Kippe. Viele Anzeichen deuten darauhin, dass Japan und speziell Tokio vor einer zweiten Corona-Infektionswelle stehen.

IOC-Präsident Thomas Bach versuchte trotzdem, Optimismus zu versprühen: "Die Olympischen Spiele Tokio 2021 können, sollen und werden das Licht am Ende des Tunnels sein, in dem sich die Menschheit zur Zeit befindet."

Bange machen gilt nicht, schwingt bei den Worten Bachs mit. In der Realität aber zweifeln alle außer dem IOC an der Machbarkeit.

Aus gutem Grund: seit der Aufhebung des nationalen Notstandes am 25. Mai steigt die Zahl der Infizierten in Tokio unaufhörlich. Am Donnerstag verzeichnete Tokio mit 366 Fällen erstmals mehr als 300 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

"Es wird noch nicht vorbei sein"

Die Einwohner bleiben auf dem Boden: "Ich meine, sie (die Sommerspiele; d.Red.) sollten nicht stattfinden, weil es in einem Jahr noch nicht vorbei sein wird. Es gibt schon einen Olympia-Gastgeber vier Jahre später. Ich hoffe, dass Tokio danach wieder in Betracht kommen wird."

Sogar Yoshiro Mori, der Präsident des Nationalen Organisationskomitees, hält eine Austragung der Sommerspiele 2021 für ausgeschlossen, wenn sich die Ausmaße der Pandemie bis dahin nicht wesentlich verbessern.

Ein Schlüssel für die Rettung sei ein Impfstoff. Eine Alternativlösung, Olympia ohne Zuschauer, kommt derzeit weder für Mori noch für das IOC in Frage.