Eilmeldung
This content is not available in your region

Ukraine-Konflikt: Armee wirft Separatisten Bruch der Waffenruhe vor

euronews_icons_loading
Ukraine-Konflikt: Armee wirft Separatisten Bruch der Waffenruhe vor
Copyright  Efrem Lukatsky/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Im Kriegsgebiet in der Ostukraine ist die neu vereinbarte Waffenruhe nach Militärangaben aus Kiew am Morgen von Seiten der prorussischen Separatisten gebrochen worden.

Stellungen der ukrainischen Regierungseinheiten seien bereits kurz nach Inkrafttreten der neuen Feuerpause mit schweren Maschinengewehren beschossen worden.

Dazu Generaloberst Wladimir Krawtschenko, Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte:

"Niemand kann Soldaten verbieten, sich im Falle einer klaren feindlichen Aggression gegen den Feind zu verteidigen. Dies wird durch das humanitäre Völkerrecht garantiert. Als Chef der Gemeinsamen Streitkräfte muss ich dafür sorgen, dass im Falle einer Verletzung des Waffenstillstands durch den Feind oder einer Gefahr für die Gesundheit oder das Leben unserer Soldaten sofort und entschieden reagiert wird".

Eduard Basurin, der Sprecher der Volkspolizei in der selbsternannten Volksrepublik Donezk erklärte, das seit Mitternacht keine Zwischenfälle mehr registriert wurden. Was den Waffenstillstands betrifft, so seien alle erörterten Anforderungen erfüllt.

Die Waffenruhe gilt als wichtige Voraussetzung für einen neuen Ukraine-Krisengipfel, der schon im Frühjahr in Berlin geplant gewesen war, dieser soll nun Anfang Dezember stattfinden.

Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen dann Russlands Präsidenten Wladimir Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an einen Tisch bringen.