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Covid-19: Deshallb warnt das RKI die Menschen in Deutschland

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RKI-Chef Lothar Wieler am 28. Juli 2020
RKI-Chef Lothar Wieler am 28. Juli 2020   -   Copyright  Tobias Schwarz/AP
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Der Anstieg der bestätigten Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland innerhalb von 24 Stunden gibt laut dem Robert Koch-Institut Anlass zu "großer Sorge". Dabei kommen viele Neuansteckungen bisher nicht von Reisenden aus dem Ausland, sondern es haben sich mindestens 50 Menschen bei einer Trauerfeier in Sch¨wäbisch-Gmünd infiziert, andere bei Partys.

In den vergangenen 24 Stunden haben sich 633 Menschen in Deutschland mit dem Virus angesteckt. Das sind mehr als doppelt soviele wie am Vortag - allerdings werden montags wegen des Wochenendes meist weniger Zahlen weitergeleitet.

AHA-Regeln: Abstand - Händehygiene - Alltagsmaske

Im Vergleich zu den Vorwochen mit einzelnen großen Infektionsherden sei die Lage jetzt diffus. Grund sei, dass sich weniger Menschen an die Hygiene-Regeln hielten, so RKI-Lothar Wieler: "Wir haben es wirklich zum Großteil selbst in der Hand, wie sich die Pandemie in Deutschland weiter entwicklen wird. Bitte helfen sie alle weiter mit, bitte halten Sie sich weiter an die AHA-Regeln."

Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 207.000 Menschen, die sich angesteckt hatten. 9.206 Patienten sind an oder mit Covid-19 gestorben.

Empfehlung nicht nach Nordspanien zu reisen

In Abstimmung mit dem RKI rät das Auswärtige Amt von Reisen in mehrere Regionen im Norden von Spanien ab. Eine Reisewarnung ist das aber nicht. Eine solche hätte zur Folge, dass Urlauber ihre Reisen kostenlos stornieren könnten.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes heißt es: "Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die autonomen Gemeinschaften Aragón, Katalonien und Navarra wird derzeit aufgrund erneut hoher Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen abgeraten."

Betroffen sind damit auch die Strände an der Costa Brava.

Die katalanische Gesundheitsbehörde teilte am Montagabend mit, dass in den vergangenen 24 Stunden 724 neue Infektionen registriert worden seien. Regionalpräsident Quim Torra rief die Menschen zu größter Vorsicht auf. "Die Lage ist sehr kritisch", sagte er. Die nächsten zehn Tage seien "die wichtigsten dieses Sommers".

Die drei am stärksten betroffenen Regionen werden von der deutschen Regierung aber trotz der hohen Infektionszahlen bisher nicht zu Risikogebieten gezählt. Nur Rückkehrer aus Risikogebieten müssen ab kommender Woche in Deutschland einen Corona-Test machen. In der Europäischen Union gilt das derzeit nur für Luxemburg.

Auch in der Euronews-Umfrage sind die Deutschen zurückhaltender, was die Zustimmung zum Mund-Nase-Schutz betrifft, als Italiener, Franzosen oder Spanier.