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Wegen Pandemie: VN befürchten Hungersnöte „biblischen Ausmaßes“

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Wegen Pandemie: VN befürchten Hungersnöte „biblischen Ausmaßes“
Copyright  AP Photo/Hammadi Issa
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Den Vereinten Nationen zufolge sorgt die Coronavirus-Pandemie in einigen Ländern für erhebliche Nahrungsengpässe. Das westafrikanische Burkina Faso gehört dazu. Um die Ausbreitung des Erregers einzudämmen, sind Märkte geschlossen und in der Landwirtschaft bleibt die Arbeit liegen. Coumbo Boly, eine Kinderärztin aus der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou, befürchtet Schlimmstes.

„Ich bin hier, um Alarm zu schlagen"

„Wir erwarten, dass sich die Anzahl der Kinder, die unter Mangelernährung leiden, verdoppelt, verdreifacht oder bis November/Dezember sogar verfünffacht. Dann bricht normalerweise die Erntezeit an. Doch wer nicht säht, kann auch nicht ernten“, sagt Boly.

In anderen Erdteilen, insbesondere in Asien sowie Latein- und Südamerika, gibt es ebenfalls die Befürchtung, dass viele Menschen werden hungern müssen.

David Beasley vom Welternährungsprogramm sagt: „Ich bin hier, um Alarm zu schlagen. Es gibt bereits zu viele Hungersnöte. Wenn wir uns nicht vorbereiten und jetzt nicht handeln, die Finanzierungslücken und Störungen des Handels nicht verhindern, könnten wir innerhalb weniger Monate vor Hungersnöten biblischen Ausmaßes stehen."

Als Folge der Coronavirus-Pandemie könnten 265 Millionen Menschen die nötigsten Lebensmittel fehlen, wenn nicht schnell gehandelt wird, schätzt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Am härtesten dürfte es Länder treffen, in denen Konflikte herrschen, wie etwa Jemen, Syrien oder Südsudan.