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Puipen zieren ein China-Restaurant im Zentrum von Tokio

Seit der Wiedereröffnung im Mai nach der Aufhebung des Ausnahmezustandes sind rund die Hälfte der Kunden im China-Restaurant Kirin Saikan im Zentrum von Tokio weggeblieben. Deshalb hat sich Inhaber Masato Takemine zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen.

Er trennte sich ungefähr von jedem zweiten Tisch im Gastraum und schaffte 16 lebensgroße Puppen an, die er seitdem an Tischen platziert. Unterschiedlich gekleidet, sollen sie Passanten den Eindruck eines gut gefüllten Restaurants vermitteln. Außerdem dienen sie als Abstandshalter, um die Gäste daran zu erinnern, die soziale Distanz zu wahren.

Der 51-jährige Gast Tetsuya Kimura ist von der Gesellschaft der "Mannequins", wie sie der Inhaber nennt, durchaus angetan: "Diese Puppen sehen so real aus, dass ich mich erst an sie gewöhnen musste", sagte Kimura, während er neben einer Kinderpuppe seine Nudelsuppe schlürfte.

Auch der 82-jährige Stammgast Takeichi Otomo hatte Anpassungsprobleme. Er habe am Anfang Probleme gehabt, nicht zu verblüfft dreinzuschauen. Das habe sich auch kaum geändert: "Ich erlebe immer noch eine Art Schrecksekunde beim Betreten des Lokals. Es ist eine verrückte Idee."