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Testpanne in Bayern: "Fehler in der Umsetzung, nicht in der Strategie"

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Melanie Huml und Markus Söder
Melanie Huml und Markus Söder   -   Copyright  NICOLAS ARMER/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat nach der Panne bei der Auswertung von Coronavirus-Testergebnissen einen Rücktritt seiner Gesundheitsministerin Melanie Huml abgelehnt. Laut Söder bot Huml zweimal an, ihren Hut zu nehmen. Er habe weiterhin Vertrauen zu ihr, betonte Söder.

Er habe mit Huml ein „menschlich sehr bewegendes Gespräch“ geführt, sagte er. „Keiner von uns ist perfekt. Jeder muss besser werden in diesen Zeiten“, so der Ministerpräsident, der von einer fachlichen und einer menschlichen Entscheidung sprach, Huml im Amt zu lassen.

Spahn: „In außergewöhnlichen Zeiten können auch Fehler passieren"

Bundesgesundheitminister Jens Spahn sagte, in außergewöhnlichen Zeiten könnten auch Fehler passieren. „Entscheidend ist, dass sie transparent gemacht werden und dass sie dann schnell behoben werden. Das macht die Bayerische Staatsregierung. Grundsätzlich bin ich sehr dankbar dafür, dass wir umfassend testen, dass auch die Bayern es möglich machen, zum Beispiel bei der Einreise mit dem Auto an den Raststätten zu testen, aber dann müssen natürlich auch die Ergebnisse übermittelt werden können“, so Spahn.

Söder: „Fehler in der Umsetzung, nicht in der Strategie"

44 000 Menschen, die nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland in Bayern auf eine mögliche Ansteckung mit der Erreger getestet worden waren, warten laut Huml noch auf die Ergebnisse, darunter mindestens 900 Personen, die nachweislich infiziert sind. Dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zufolge sorgte die händische Übertragung von Daten für die Verzögerungen, zudem sei das Angebot häufiger genutzt worden als erwartet. Es handele sich um einen Fehler in der Umsetzung, nicht in der Strategie, betonte Söder.