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Proteste gegen die Regierung halten an - Gegendemonstranten beklagen Gewalt

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Proteste gegen die Regierung halten an - Gegendemonstranten beklagen Gewalt
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Die Ruhe nach dem Sturm: Drei Kreuzungen in Bulgariens Hauptstadt Sofia werden noch immer von zeltenden regierungskritischen Demonstranten blockiert. Trotz teils heftigen Regens wollen sie bleiben.

Am Dienstagabend hatten Demonstranten das Innenministerium mit Eiern und Tomaten beworfen. Zuvor versammelten sie sich vor dem Präsidentensitz. Aus Pflastersteinen und Fahnen bastelten sie ein "Monument der Freiheit."

Die Protestierenden fordern unter anderem den Rücktritt der Regierung und des Chefanklägers. Außerdem wollen sie eine Reform des Justizsystems.

Vor der rumänischen Botschaft gab es derweil Gegenproteste. Zuvor war eine Frau mit zwei kleinen Kindern von Regierungsgegnern in ihrem Auto attackiert worden. Auch darüber hinaus kommt es wegen der Straßenblockade immer wieder zu Konflikten mit Autofahrern oder Passanten.

Zuletzt hatte Regierungschef Boiko Borissow einen Verfassungsentwurf vorgelegt. Inklusive Änderungen der Justiz.

Am Freitag vergangener Woche kündigte er außerdem an, an dem Tag zurücktreten zu wollen, an dem das Parlament eine Wahl für eine verfassungsgebende Volksversammlung beschließt. Die Regierungsgegner lehnten die Vorstöße Borissows ab.

Der Russland-freundliche Präsident Rumen Radew und die oppositionellen Sozialisten (Ex-KP) werfen ebenso wie die Protestierenden der bürgerlich-nationalistischen Regierung Korruption, mafiöses Handeln und Abhängigkeit von Oligarchen vor.