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Lage in Belarus gespannt - Prominente Oppositionelle festgenommen

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Protest Belarus
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Nach den Massenprotesten in Belarus gegen Staatschef Alexander Lukaschenko sind zwei prominente Anführer der Demokratiebewegung festgenommen worden.

Der Grund für die Verhaftung von Olga Kowalkowa und Sergej Dylewski ist unklar. Lukaschenko hat mehrfach gedroht, den Koordinierungsrat der Opposition zu zerschlagen. Der Staatschef zeigte sich zuletzt mit einer Maschinenpistole bewaffnet.

Lukaschenko erklärte das Gremium, das einen Dialog mit dem Machtapparat anstrebt, für illegal. Kowalkowa und Dylewski arbeiten im Präsidium des Koordinierungsrates.

Lukaschenkos Gegenkandidatin Swetlana Tichanowskaja ist mit dem stellvertretenden US-Außenminister Stephen Biegun während seines Besuchs in Litauen zusammengetroffen. Die Opposition sieht Tichanowskaja als Siegerin der Wahl vom 9. August. Biegun betonte das Selbstbestimmungsrecht der Belarussen:

"Wir verurteilen die Verletzung der Menschenrechte und die Brutalität, die seit den Wahlen in Belarus stattfindet. Wir fordern die Regierung auf, alle politischen Gefangenen freizulassen. Die Vereinigten Staaten werden nicht über den Verlauf der Ereignisse in Belarus entscheiden. Dies ist das Recht des belarussischen Volkes".

Unterdessen gehen die Proteste in Belarus weiter. Einen Tag nach der Anti-Lukaschenko-Demonstration in Minsk mit schätzungsweise 200.000 Teilnehmern, prangern Oppositionelle mit Fotos die Gewalt gegen friedliche Demonstranten an.