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Taifun Bavi zieht über Süd- und Nordkorea

Der Taifun "Bavi" hat Süd- und Nordkorea heimgesucht. Zuerst traf er am Mittwoch auf Südkorea, riss dort Dächer von Häusern und schnitt über 1.600 Haushalte vom Strom ab. Am Donnerstag traf Bavi auf Nordkorea.

Den südkoreanischen Behörden zufolge gab es Sachschäden aber keine Berichte über Verletzte.

Die koreanische Wetterbehörde warnte, dass der starke Wind im Gebiet der Hauptstadt Seoul und in der Zentralregion des Landes bis zum Morgen anhalten werde.

In mehreren tausend südkoreanischen Häusern fiel der Strom aus, darunter auch auf der südlichen Ferieninsel Jeju, die als erste vom Taifun getroffen wurde. Mehr als 430 Inlandsflüge von und nach Jeju und in die südliche Festlandstadt Busan wurden am Donnerstagmorgen gestrichen.

Die südkoreanischen Behörden stoppten auch einige Eisenbahnverbindungen, legten öffentliche Parks und Seebrücken still und brachten Hunderte von Fischerbooten und Passagierschiffen in Sicherheit.

Dutzende behelfsmäßige Coronavirus-Teststationen wurden in der Hauptstadt Seoul und anderen Großstädten abgebaut, weil man befürchtete, die Zelte und Stände würden dem starken Wind nicht standhalten.

Norddkorea meldetet keine Schäden.

Die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA hatte Machthaber Kim Jong-un mit Bezug auf die Vorbereitungen auf den Faifun mit den Worten zitiert: "Todesfällen durch den Taifun vorzubeugen und den Schaden der Ernte so klein wie möglich zu halten, ist eine wichtige Aufgabe, die nicht einen Augenblick lang von unserer Partei vernachlässigt werden darf."