Corona-Krise zwingt Italiens Universitäten zu neuen Unterrichtsformen

Corona-Krise zwingt Italiens Universitäten zu neuen Unterrichtsformen
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Von Elena CavalloneEuronews
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In zwei Wochen beginnt an der Uni La Sapienza in Rom wieder der Unterricht. Wegen Corona findet dieser aber nur teilweise in den Seminarräumen und Vorlesungssälen vor Ort statt. Dafür sind neue Unterrichtsformen vorgesehen. Wir haben nachgefragt.

Plätze müssen vorab gebucht werden

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Die Universität La Sapienza in Rom scheint derzeit wie ausgestorben. Doch schon in zwei Wochen beginnen die Kurse wieder, und die Uni macht sich fit für den Corona-Betrieb. Heißt unter anderem: weniger Studierende pro Raum, und die Plätze müssen vorab online gebucht werden.

Eugenio Gaudio ist Rektor der Uni. Er sagt: "Mit dem Buchungssystem für die Sitzplatzverteilung wissen wir genau, wer an welchem Tag zu welcher Stunde im Seminarraum ist. Wir laden auch alle Studierenden ein, sich die App "Immuni" zu holen, die die Regierung zur Nachverfolgung empfiehlt."

Proben als 3-D-Bild zu Hause studieren

Die Kurse werden online übertragen, so dass Studierende auch von zu Hause aus teilnehmen könne. Nicht leicht, wenn es etwa um Experimente im Labor geht.

Marco Oliverio, Dekan des Fachbereichs Biologie, sagt: "Es ist natürlich schwierig, einem Studenten, der zu Hause sitzt, etwa Proben im Glas zu zeigen. Wir bereiten also eine Reihe an 3-D-Bildern von Proben vor, mit denen die Studierenden dann zu Hause arbeiten können, fast so, als ob sie hier wären."

Studierende klagen über zu unklare Richtlinien

Das kommende Semester wird also ein Testlauf für diese neue, hybride Art des Unterrichtens. Viele Studierende klagen indes darüber, dass die aktuellen Informationen zu verwirrend seien.

Studentenvertreter Antonio Lodise: "Die derzeitigen Richtlinien bieten denen, die kurz vor dem Abschluss stehen und ihre Praktika beenden müssen, keinerlei Antworten. Studierende, die nicht aus Rom sind, wissen nicht, ob und wann sie ihre Miete zahlen sollen. Diese Richtlinien müssen viel konkreter sein."

In Italien studieren mehr als anderthalb Millionen Menschen. Der Beginn des neuen Studienjahres stellt einen wichtigen Test für das Land dar, das zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern in Europa zählt. Die ersten Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die neuen Maßnahmen wirklich funktionieren.

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