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Flüchtlinge "erschießen" oder "vergasen": AfD wirft Ex-Sprecher Lüth raus

Christian Lüth, Ex-Sprecher der AfD-Fraktion mit Parteivorsitzender Jörg Meuthen
Christian Lüth, Ex-Sprecher der AfD-Fraktion mit Parteivorsitzender Jörg Meuthen Copyright AP Photo/Michael Sohn
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Von Euronews mit dpa
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Nach mehreren menschenverachtenden Äußerungen ist der ehemalige AfD-Sprecher der Bundestagsfraktion Christian Lüth entlassen worden.

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Der frühere Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD), Christian Lüth, ist mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Lüth hatte zuvor mit menschenverachtenden Äußerungen zu Flüchtlingen und Migranten Schlagzeilen gemacht. Zuletzt trendete das Thema unter dem Hashtag #Lüth auf Twitter.

Zeit Online hatte über eine Sendung des Privatsenders ProSieben berichtet, in der Lüth in einem vertraulichen Gespräch mit einer rechtsgesinnten Influencerin "auspackt". Was der 44-Jährige offenbar nicht wusste: das Treffen wurde mit versteckten Kameras gefilmt, - für die Sendung "Rechts. Deutsch. Radikal." Offenbar will die junge Frau aus der rechten Szene aussteigen - und war deswegen mit einem Reporterteam von ProSieben in Kontakt.

Michael Sohn/Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved
Christian Lüth, der sich selbst auch als "Faschist" bezeichnet hatMichael Sohn/Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved

In dem Kreis, in dem sich Lüth unter Gleichgesinnten wähnt, erzählt der einstige AfD-Pressesprecher: "Die AfD ist wichtig; und das ist halt schizophren, das haben wir mit Gauland lange besprochen: je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD." Lüth gilt als enger Vertrauter des früheren AfD-Vorsitzenden.

Auf die Frage, ob mehr Migranten nach Deutschland kommen sollten, soll Lüth geantwortet haben: "Ja. Weil dann geht es der AfD besser. Wir können die nachher immer noch alle erschießen. Das ist überhaupt kein Thema. Oder vergasen, oder wie du willst. Mir egal!"

In der ProSieben-Sendung wird der Gesprächspartner der Influencerin nur als hoher "AfD-Funktionär" bezeichnet, Zeit Online entschließt sich aufgrund "Lüths herausragender Stellung in der Partei zum Zeitpunkt des Treffens in der Bar und wegen des damit einhergehenden besonderen öffentlichen Interesses" seinen Namen zu veröffentlichen.

Lüth war seit der Gründung der rechtspopulistischen Partei mit dabei und bekleidete hohe Positionen. Im Frühling dieses Jahres war er von seiner Position freigestellt worden, unter anderem, weil er sich selbst als "Faschist" bezeichnet hatte.

Die Aufnahmen, die nun offenbar zu seinem Rausschmiss geführt haben, stammen von Ende Februar 2020 - als Lüth noch offiziell Pressesprecher der AfD-Fraktion im Bundestag war.

Weitere Quellen • Zeit Online

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