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"Widerlicher Drecksack": Ramelow zeigt AfD-Politiker den Stinkefinger

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Die Debatte über NSU-Akten und den Verfassungsschutz im Landtag von Thüringen musste am Freitag unterbrochen werden, nachdem es zu wüsten Beschimpfungen gekommen war. Dabei warfen sich AfD und Linke gegenseitig Rechts- bzw. Linksextremismus vor.

Ministerpräsident Bodo Ramelow bezeichnete den AfD-Abgeordneten Stefan Möller als "widerlichen Drecksack" und zeigte ihm den Stinkefinger. Der AfD-Politiker hatte bei der Debatte über Rechtsextremismus darauf hingewiesen, dass der Linken-Politiker Ramelow ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet worden war.

Auf Twitter zeigte sich Ramelow dann reumütig. Er schrieb, dass er den Landtag als Verfassungsorgan nicht gebührend respektiert habe.

AfD-Fraktionschef Björn Höcke hatte zuvor den Rücktritt von Bodo Ramelow gefordert. "Wenn er einen Funken politischen und menschlichen Anstand besäße, würde er zurücktreten", sagte Höcke laut MDR.

Der von Ramelow kritisierte Abgeordnete schrieb auf Twitter von einem Verhalten, das nicht zu rechtfertigen sei.

Auf Twitter verwies die Linke auch darauf, dass vor lauter Aufregung der Inhalt der Debatte weitgehend untergegangen war.