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"Um zweiten Lockdown zu verhindern" - Neue Einschnitte in Österreich

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Kanzler Kurz berief kurzfristig eine Pressekonferenz ein, um die neuen Corona-Maßnahmen vorzustellen
Kanzler Kurz berief kurzfristig eine Pressekonferenz ein, um die neuen Corona-Maßnahmen vorzustellen   -   Copyright  Ronald Zak/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Österreich reagiert auf die steil steigenden Coronavirus-Infektionszahlen. Bei einer spontan einberufenen Pressekonfrenz erläuterte Kanzler Sebastian Kurz neue Einschnitte ins Alltagsleben, die ab Montag gelten: "Soziale Kontakte müssen reduziert werden. Das bedeutet, dass sämtliche Feiern, Privatveranstaltungen, Zusammenkünfte indoor mit zehn Personen beschränkt sind. Also maximal zehn Personen bei Feierlichkeiten, Veranstaltungen indoor jeder Art im privaten Bereich. Outdoor bleibt die Grenze von hundert Personen bestehen."

Es gehe nicht nur um die Abfederung von gesundheitlichen Konsequenzen, sondern auch um den Erhalt des Wirtschaftsstandortes und des Arbeitsmarkts, betonte Kurz: "Wir müssen das jetzt tun, um einen zweiten Lockdown zu verhindern."

Ausnahmen? Ja, aber...

Ausnahmeregelungen gebe es nur für Begräbnisse, nicht aber für Hochzeiten, Eine Kontrolle von Feiern in Privatwohnungen sei nicht geplant, da sie nicht grundrechtskonform sei.

Nicht berührt von den neuen Bestimmungen sind "professionell organisierte Veranstaltungen" im Sport- und Kulturbereich. Dort bleibe es bei der Obergrenze von 1.500 Menschen in Gebäuden und 3.000 Menschen im Freien.

Innerhalb von 24 Stunden wurden in Österreich zuletzt 780 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

Augrund der am Mittwoch erlassenen deutschen Reisewarnung für Wien befürchten österreichische Experten einen Einbruch der Übernachtungszahlen um rund 70 Prozent. Aus Deutschland kommen mit Abstand die meisten Urlauber in die Hauptstadt. An diesem Donnerstag setzte Dänemark ganz Österreich auf seine "Rote Liste". Darauf war Wien bereits in der vergangenen Woche zu finden.