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Masken reichen nicht: In England und Frankreich werden Lockerungen zurückgefahren

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Menschen in Marseille
Menschen in Marseille   -   Copyright  NICOLAS TUCAT/AFP or licensors
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In Teilen von Nordost-England gehen die Behörden wieder mit verschärften Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus vor. In Lokalen dürfen Kunden nur noch an Tischen bedient werden, Amüsierbetriebe müssen zwischen 10 Uhr abends und 5 Uhr morgens geschlossen bleiben. Bis auf Ausnahmen sind private Zusammenkünfte von Menschen außerhalb des eigenen Haushalts - etwa im Rahmen von Feierlichkeiten - verboten. Die Regeln gelten für rund zwei Millionen Menschen, unter anderem in den Städten Newcastle und Sunderland.

Hans Kluge, Europadirektor der Weltgesundheitsorganisation, betont: „Im Frühling und im Frühsommer waren die Auswirkungen der strengen Ausgangsbeschränkungen sichtbar. Unsere Bemühungen und Opfer haben sich ausgezahlt. Im Juni war die Zahl der Ansteckungen so niedrig wie nie. Die Zahlen im September sollten als Weckruf dienen. Die Zahlen spiegeln zwar umfassendere Tests, zeigen aber auch besorgniserregende Übertragungsraten."

Eine ähnliche Entwicklung veranlasste auch die französischen Behörden zum Handeln. Gebietsweise - darunter im Raum Bordeaux sowie in Marseille und Umgebung - wurden die Lockerungen bereits zurückgefahren, künftig ist auch in den Städten Lyon und Nizza das öffentliche Leben wieder eingeschränkt.

„In den Gebieten, in denen strenge Maßnahmen ergriffen worden sind, besonders in Marseille und auf Guadeloupe, wird es noch strengere Maßnahmen geben müssen, sollte sich die Lage nicht verbessern und sollte die Zahl der Menschen weiter steigen, die auf die Intensivstation verlegt werden müssen“, sagt der französische Gesundheitsminister Olivier Véran.

Ab diesem Samstag sind in Nizza und Lyon etwa in Grünanlagen Menschenansammlungen von mehr als zehn Personen untersagt, bei Veranstaltungen ist die Zahl der zugelassenen Menschen auf 1000 beschränkt.