Eilmeldung
This content is not available in your region

Merkel: "Sonst haben wir Weihnachten Zahlen wie in Frankreich"

Angela Merkel
Angela Merkel   -   Copyright  Michael Kappeler/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Schriftgrösse Aa Aa

Vor dem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer hat Angela Merkel sich warnend geäußert.

Man müsse lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich, sagte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Wenn sich die Zahlen wöchentlich so weiterentwickeln würden wie bisher, werde es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben, meinte die Kanzlerin laut mehreren Medien.

In Frankreich lagen die täglichen Infektionszahlen zuletzt bei bis zu 16.000 bestätigten Fällen. Die Indizenz pro 100.000 Einwohnern übersteigt in einigen Städten wie Marseille die Alarmstufe von 250.

Die Infektionszahlen in Europa seien besorgniserregend, wurde die Kanzlerin zitiert. Man müsse in Deutschland alles tun, damit die Zahlen nicht weiter exponentiell stiegen.

An diesem Dienstag will die Kanzlerin in einer Videoschaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten über geeignete Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen in der Pandemie beraten. Priorität hätten dabei Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft. Merkel äußerte sich nach diesen Informationen in der CDU-Präsidiumssitzung besonders mit Blick auf die Lage der Wirtschaft besorgt. Sie äußerte zugleich Zweifel, dass die Berliner Landesregierung angesichts stark steigender Zahlen in der Hauptstadt ernsthaft versuche, Maßnahmen gegen die Ausbrüche einzuleiten.