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Volksabstimmung: Neukaledonien bleibt französisch

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Volksabstimmung: Neukaledonien bleibt französisch
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Auch das zweite Unabhängikeitsreferendum im französischen Überseegebiet Neukaledonien ist offenbar gescheitert. Etwa 53 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten für einen Verbleib bei Frankreich. Auf der Inselgruppe im Südpazifik östlich von Australien hatte es vor zwei Jahren bereits ein Unabhängigkeitseferendum gegeben. Damals war die Mehrheit für einen Verbleib aber noch deutlich größer. Rund 180 000 Neukaledonier durften an dem Votum teilnehmen.

Neukaledonien besitzt eine erhebliche strategische Bedeutung. Das Land verfügt über umfangreiche Nickelreserven.

Seit Jahrzehnten hofft vor allem die Bevölkerungsgruppe der Ureinwohner Neukaledoniens auf eine Loslösung. Sie stellen heute noch knapp 40 Prozent der Bevölkerung. Die nächste Abstimmung darüber wäre theoretisch in zwei Jahren wieder möglich.

Nach dem Nouméa-Abkommen von 1998 über die Zukunft Neukaledoniens ist 2022 noch ein drittes Referendum über die Abspaltung möglich. Das Archipel Nouvelle-Calédonie (wörtlich übersetzt: Neuschottland) hatte James Cook im Jahr 1774 bei seiner zweiten Südseereise als erster Europäer betreten. 1853 wurde es von Frankreich in Besitz genommen.