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Im Raketenhagel von Bergkarabach

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Der Euronews-Reporter interviewt einen aserbaidschanischen Soldaten an der Frontlinie
Der Euronews-Reporter interviewt einen aserbaidschanischen Soldaten an der Frontlinie   -   Copyright  Euronews
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In der Martakert-Region in Bergkarabach gehen die Kämpfe trotz der ausgehandelten Waffenruhe weiter.

Die Zeugnisse vergangener Kämpfe sind ausgebrannte Fahrzeuge, die verlassen am Straßenrand liegen. Die Route bleibt tückisch.

Euronews-Reporter Emin Ibrahimov beschrei´bt den Streckenverlauf während der Fahrt: "Wir sind von Naftalan nach Talish unterwegs, und jetzt fahren wir durch das ehemals von armenischen Streitkräften besetzte Gebiet. Wir fahren buchstäblich durch das Minenfeld."

Die Zone ist von strategischer Bedeutung, denn in ihr liegt der Sugovushan-Stausee - den Armenier Madagiz-Stausee nennen.

Der Damm wurde gebaut, um die Wasserversorgung der Bauern in der aserbaidschanisch besiedelten Region Terter zu gewährleisten. Die Bauern sagen, als die Armenier 1992 die Kontrolle über den Staudamm übernahmen, hätten sie das Wasser von ihnen abgezweigt.

Viele von ihnen sind Baumwollbauern, und sie hoffen, dass die Rückeroberung des Staudamms und der Wasserversorgung ihre Lebensgrundlage verbessern wird.

Querschläger treffen Euronews-Begleitfahrzeug

Babek Semidli, Oberst der Aserbaidschanischen Armee, wird vom Euronews-Reporter auf dem Damm interviewt: "Wir sind jetzt am rückeroberten Wasserreservoir der Siedlung Sugovushan. Da dieses Wasserreservoir unter der Kontrolle der armenischen Armee stand, wurden diese Pumpen eingesetzt, um den natürlichen Wasserfluss zum Terter-Fluss zu verhindern. Wann immer das Wasser für Bewässerungszwecke in der Region Terter am dringendsten benötigt wurde, wurden diese Pumpen eingeschaltet, um das Wasser zurückzupumpen und der Region Terter das dringend benötigte Wasser zu entziehen."

Weil die Region hoch geschätzt wird, ist sie auch hoch gefährlich. Die aserbaidschanische Artillerie ist hier im Einsatz. Die Soldaten sagen, sie feuern auf Positionen, von denen aus die Armenier sie beschießen.

Das Euronews-Team hat die Gefahr am eigenen Leib erfahren. Hier fliegt eine Rakete nur wenige Zentimeter an dem Jeep vorbei, von dem das Team eskortiert wurde.

Der Jeep wurde durch Querschläger leicht beschädigt, aber seine Insassen blieben unversehrt. Viele Armenier und Aserbaidschaner hatten nicht so viel Glück.