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Zuspitzung in Belarus: Lukaschenko spricht von "Terrorkrieg" gegen ihn

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Zuspitzung in Belarus: Lukaschenko spricht von "Terrorkrieg" gegen ihn
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Im Machtkampf in Belarus droht eine weitere Eskalation: Präsident Alexander Lukaschenko sagte, die Proteste gegen ihn würden terroristische Züge annehmen, nachdem es am Montag erneut Massenkundgebungen und Streiks gegeben hatte.

Seine Gegner hätten eine rote Linie überschritten, so Lukaschenko bei einer Regierungssitzung: "Das ist nicht länger ein Informationskrieg, sondern ein Terrorkrieg, der gegen uns an verschiedenen Fronten geführt wird. Wir müssen das beenden."

Fast 600 Festnahmen am Montag

Bei den Protesten am Montag wurden laut Innenministerium fast 600 Menschen festgenommen, davon allein 486 in der Hauptstadt Minsk. Zudem streikten ArbeiterInnen in verschiedenen Fabriken. Laut Lukaschenko wurde auch das Eisenbahnnetz gezielt gestört. Er sprach von Handlungen organisierter Verbrecherbanden.

Die Proteste gegen ihn dauern seit der Präsidentschaftswahl Anfang August an. Lukaschenko hatte sich mit 80 Prozent der Stimmen zum Sieger erklärt. Das Ergebnis wird von der Opposition, der EU und einigen Staaten angezweifelt. Tausende DemonstrantInnen sind seit dem verhaftet worden, immer wieder gibt es Berichte über Misshandlungen durch Sicherheitskräfte.