Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Die 3 Helden und das Oaschloch von Wien

Wien nach dem Anschlag
Wien nach dem Anschlag   -   Copyright  Matthias Schrader/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Anschlag in der österreichischen Hauptstadt werden zwei türkischstämmige Wiener und ein Palästinenser in den Medien und im Internet als "Helden von Wien" gefeiert.

Mikail Özen (25) und Recep Tayyip Gültekin (21) wollten kurz vor der Sperrstunde einen Kaffee trinken, doch dann riskierten die beiden Kampfsport-Freunde ihr Leben, um einer Frau und einem verletzten Polizisten mitten im Kugelhagel am Schwedenplatz zu helfen. Recep Tayyip Gültekin wurde von einem Schuss getroffen, als er zusammen mit seinem Kumpel eine ältere Frau und einen verletzten Polizisten aus der Schusslinie zu einem Krankenwagen brachten.

Der Palästinenser Osama Joda (23) - der bei McDonalds am Schwedenplatz arbeitet - hatte schon zuvor erste Hilfe geleistet. Das berichtet der Wiener KURIER.

Die Helden wurden auch vom österreichischen Innenminister Karl Nehammer auf einer Pressekonferenz nach dem Anschlag mit vier Todesopfern, dem toten mutmaßlichen Attentäter und vielen Verletzten lobend erwähnt. Die beiden Kampfsportler erzählten das Geschehen auch in Videos.

Einige finden die Berichterstattung übertrieben.

"Schleich di, du Oaschloch"

Eigentlich sollten ja keine Videos der Szenen mit den tödlichen Schüssen vom Montagabend verbreitet werden. Darum hatte die Polizei immer wieder gebeten. Doch auf einem der Videos, das die Runde machte, war eine Stimme zu hören, die dem Attentäter "Oaschloch" hinterherschrie.

Und dieser Ruf wurde zum Schlagwort der dunklen Stunden.

Es gab auch eine Initiative dafür, den Namen des getöteten Attentäters in allen Artikeln mit "Oaschloch" zu ersetzen.

Die Tageszeitung taz aus Berlin hatte es schon am Dienstagmorgen auf den Titel und auf den Punkt gebracht.