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Risikogebiete Griechenland, Portugal, Italien: Was gilt bei der Rückreise?

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Von Euronews  mit dpa
Touristen in Athen
Touristen in Athen   -   Copyright  Yorgos Karahalis/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Das Robert Koch-Institut hat die offizielle Liste der Coronavirus-Risikogebiete aktualisiert - und es sieht nicht gut aus. Diesmal wurden keine Regionen von der Liste gestrichen - und die einheitlichen europäischen Regeln für Risikogebiete lassen weiter auf sich warten. Ab dem 8. November gelten neue Bestimmungen für alle, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen, es reicht dann nicht mehr, einen negativen Test vorzuweisen. (Siehe weiter unten)

Ganz Italien und fast ganz Portugal sind Risikogebiete

Die Reisewarnung für deutsche Touristinnen und Touristen betrifft - angesichts steigender Infektionszahlen - jetzt ganz Italien und fast ganz Portugal - mit Ausnahme der Azoren und Madeira.

Ganz Frankreich und Spanien - mit Ausnahme der Kanaren - werden schon seit längerer Zeit als Risikogebiete angesehen.

Andrew Medichini/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Vatikan Anfang NovemberAndrew Medichini/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Und in Skandinavien?

Das RKI warnt vor Reisen nach Dänemark mit Ausnahme der Färöer und Grönland. Dabei ist die dänische 14-Tage-Inzidenz mit 241.0 pro 100.000 Einwohner niedriger als in Deutschland, wo die europäische Behörde diese mit 259 angibt.

Auch ganz Schweden ist laut RKI Risikogebiet - mit Ausnahme der Provinz Västernorrland.

In Norwegen wird die Provinz Oslo als Risikogebiet eingestuft.

Griechenland im Lockdown

In Griechenland gelten nun die Hauptstadtregion Attika sowie Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Epirus und Thessalien als Risikogebiete. Schon seit dem 1. November gab es eine Reisewarnung für Westmakedonien. Ab diesem Samstag beginnt in ganz Griechenland ein Lockdown, den der Regierungschef für drei Wochen angekündigt hat.

Die 14-Tage-Inzidenz ist in Griechenland mit 201.3 pro 100.000 Einwohner deutlich niedriger als in Deutschland.

Thanassis Stavrakis/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Athen vor dem LockdownThanassis Stavrakis/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Die gesamte Liste des RKI mit den Reisewarnungen können Sie HIER nachlesen.

Die neuen deutschen Regeln bei der Einreise aus einem Risikogebiet

Für Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland treten mit Ende der Herbstferien an diesem Wochenende oder am Montag in den meisten Bundesländern neue Quarantäneregeln in Kraft.

Sie müssen sich dann nur noch 10 statt bisher 14 Tage isolieren. Allerdings können sie sich auch erst nach fünf Tagen "freitesten" lassen. Bis ein negatives Testergebnis da ist, müssen die Rückkehrer zu Hause bleiben. Unter dem Strich dürfte sich das auf etwa eine Woche summieren, weil ein Test 48 Stunden oder auch länger dauern kann. Bisher kann man die Quarantäne noch durch einen Test 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland umgehen oder sich gleich nach der Rückkehr jederzeit testen lassen.

Einzelne Länder wie Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sie schon umgesetzt. In anderen Ländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Berlin gelten die Regeln erst ab Sonntag oder Montag.

Betroffen sind in erster Linie Touristen. Es gibt Ausnahmen für Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, beim Besuch naher Verwandter oder LebensgefährtInnnen – und wenn ein geteiltes Sorgerecht besteht.

Ab Sonntag gilt zudem die Pflicht einer digitalen Einreiseanmeldung für Reisende, die nach Deutschland einreisen wollen und sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben. «Die Digitalisierung der Einreiseanmeldungen entlastet die Gesundheitsämter. Sie erfahren schnell und zuverlässig, wer aus einem Risikogebiet kommt und sich in Quarantäne begeben muss», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) laut Mitteilung.

Die neue digitale Lösung ersetzt die Aussteigekarte in Papierform. Die Webseite der digitalen Einreiseanmeldung (einreiseanmeldung.de) soll ab Sonntag von überall per Computer, Tablet und Handy erreichbar sein.

Österreich warnt vor weniger Ländern

Die Reisewarnungen der österreichischen Regierung betreffen weniger Länder als die deutschen. So gelten in Frankreich nur Provence-Alpes-Côte d'Azur und Île-de-France (inklusive Paris), und in Portugal nur die Regionen Norte und Lissabon als Risikogebiete.

In Österreich liegt die 14-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner derzeit bei 665.

In der Schweiz hat das Bundesamt für Gesundheit die Risikoliste zuletzt am 29.10. aktualisiert. Für Schweizer sind die Färöer Risikogebiete, Dänemark steht nicht auf der Liste.

Wer aus einem Risikogebiet in die Schweiz einreist, muss 10 Tage in Quarant¨¨ane. Allerdings gibt es derzeit so viele Ansteckungen mit dem Coronavirus, dass viele Länder, vor denen die Schweiz warnt, niedrigere Infektionsraten aufweisen.

Die komplette Liste des BAG finden Sie hier.

Wer aus Deutschland nach Großbritannien reist, muss in Quarantäne

Übrigens hatte Großbritannien vor wenigen Tagen Deutschland von der Liste der sicheren Länder gestrichen. Wer aus Deutschland einreist, muss jetzt 14 Tage in Quarantäne. Großbritannien und Irland stehen schon seit Ende Oktober auf der Risikoliste des RKI.