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Staatsanwaltschaft Berlin übernimmt Fall Attila Hildmann

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Von Euronews  mit SZ, dpa
Attila Hildmann im Juni 2020
Attila Hildmann im Juni 2020   -   Copyright  STEFANIE LOOS/AFP

Am Dienstag war die Wohnung des Verbreiters von Verschwörungsheorien Attila Hildmann in Brandenburg durchsucht worden. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen gegen den Vegankoch und Restaurantbesitzer übernommen, wie die Süddeutsche Zeitung, WDR und NDR erfahren haben. Laut Amtsgerichts Bernau liegen allein aus der Zeit zwischen Ende September und Ende Oktober 2020 mehr als 40 Anzeigen gegen Attila Hildmann vor.

Die Beliner Justiz will jetzt die bei der Razzia sichergestellten Geräte auswerten und fürchtet, dass diese dem Verdächtigen vorzeitig zurückgegeben werden. Generalstaatsanwältin, Margarete Koppers sagte der SZ, man wolle "schnellstmöglich einen Antrag auf Anschlussbeschlagnahme und Durchsuchung der Geräte an den Ermittlungsrichter oder die Ermittlungsrichterin stellen".

Bei den Protesten gegen die Corona-Regeln in Berlin hatte Attila Hildmann mehrmals Poliitker mit dem Tod bedroht. Oft formuliert er seine Sätze aber hypothetisch, mit Einleitungssätzen wie "Wenn ich Reichskanzler wäre", so dass sich der 39-Jährige juristisch weniger anfechtbar macht.

Auf Telegram folgen Zehntausende den Verschwörungstheorien gegen die Regierung und gegen prominente Experten, die Attila Hildmann dort verbreitet. Sich selbst bezeichnet der Unternehmer als "ultarechts". Viele halten seine Aussagen für hetzerisch, rechtsextrem und antisemitisch.