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Skifahren trotz Corona? Streit in Europa

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Die ersten SkifahrerInnen genießen die Öffnung der Stationen in der Schweiz.
Die ersten SkifahrerInnen genießen die Öffnung der Stationen in der Schweiz.   -   Copyright  Gian Ehrenzeller/AP
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Skifahren in der Pandemie, ein kalkulierbares Risiko oder vollkommen unverantwortlich? Zum Beginn der Saison ist die Frage nach dem Wintersport das große neue Corona-Streitthema in Europa. Vor allem Italien und Deutschland sind dagegen. Österreich und die Schweiz halten am für sie so wichtigen Weihnachtsgeschäft fest.

Im Skigebiet Les Diablerets im Schweizer Kanton Waadt soll das bekannte Sicherheitskonzept Infektionen verhindern. Im gesamten Liftbereich herrsche Maskenpflicht, so Stationschef Bernhard Tschannen. Der Zugang zu den Kassen werde begrenzt, Desinfektionsmittel sei vorhanden und auch in den Gondeln sei dichtes Gedrängel verboten. Statt wie bisher 125 sind nur 80 Menschen zugelassen und die Fenster bleiben offen, so Tschannen. "Die Reise dauert nur sechs Minuten. Alle Gäste müssen eine Maske tragen, sonst können sie nicht mitfahren."

Gibt es eine Lösung auf europäischer Ebene?

Der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset will die Schutzmaßnahmen während der Feiertage nun noch einmal verschärfen, berichtet die "Sonntagszeitung": Die Zahl der SkifahrerInnen soll begrenzt werden, Restaurants und Skihütten ab 15 Uhr schließen, Selbstbedienungsrestaurants gar nicht öffnen. Bergbahnbetreiber protestieren, doch der Druck aus dem europäischen Ausland ist groß. Schweizer Medien zufolge ist Bernet im Gespräsch mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.

Die Schweizer Regierungschefin besprach sich bereits mit dem italienischen und dem deutschen Regierungschef.

Beide verlangen auch von Österreich, die Stationen nicht vor dem 10. Januar zu öffnen - zu groß ist wohl noch die Erinnerung an das Debakel von Ischgl. Auch Frankreich ist gegen einen vollen Betrieb schon zur Weihnachtssaison. In dem Alpenland sind die Pisten offen, die Skilifte aber geschlossen, so dass der Massenansturm ausbleiben dürfte. Eine Lösung auf europäischer Ebene wird angestrebt, die Entscheidung liegt allerdings bei den nationalen Regierungen.