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Coronahilfen und Rechte: Was wollen die Menschen, die in Polen protestieren?

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Coronahilfen und Rechte: Was wollen die Menschen, die in Polen protestieren?
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Warschau, an einem Sonntag. Tausende protestieren am historischen 13. Dezember. Vor 39 Jahren begannen die Streiks in Danzig, die zum Sturz der kommunistischen Regierung führten. Jetzt sind es Gegner des verschärften Abtreibungsrechts und Geschäftsleute, die auf Unterstützung warten.

Marek Moliński führt ein Restaurant, die Coronabeschränkungen haben ihm wirtschaftlich so sehr zugesetzt, dass er sogar seine Wohnung verkauft hat.

Das ist immer noch der erste Lockdown. Seit März läuft das so, dann etwas besser, und jetzt machen sie uns ganz fertig. Kein Geld für Gehälter, für Strom, für irgendetwas. Meine monatlichen Kosten liegen bei 22.000 Euro, mein Umsatz schwankt zwischen 2000 bis 4500 Euro. Mir bleibt nichts, nur die Schulden wachsen. Wir wollen unsere Anträge direkt bei der Europäischen Union stellen. Ich bin am Ende, ich bin 53 Jahre alt und muss bald unter einer Brücke schlafen.
Marek Moliński
Restaurantbesitzer

Die Proteste richten sich gegen die staatlichen Hilfen, so könne niemand nicht überleben.

Sie haben uns Hilfe versprochen, die bringt nichts. Vom Arbeitsamt habe ich ganze 1100 Euro bekommen.
Partycja
Demonstrantin

Finanzexperten verstehen zwar die Unzufriedenheit, die Regierung setze aber auf gezielte Hilfe statt auf das Gießkannenprinzip.

Die Regierung hilft genau den Sektoren, die es am nötigsten haben. Deshalb sind einige Sektoren definitiv mehr unter Druck als andere.
Marcin Roszkowski
Finanzexperte

Der Druck wird bleiben, denn die Einschränkunegn werden bleiben, um das Virus einzudämmen.

Bis wir durch Impfungen - vermutlich im nächsten Herbst - eine ausreichende Immunität haben, so lange werden die Einschränkungen bleiben, um die dritte Welle zu verhindern.
Paweł Grzesiowski
Oberster medizinischer Corona-Rat

Magdalena Chodownik, euronews:

"Vergangene Woche hat die Europäische Union endlich den Haushalt und den COVID19-Rettungs**fonds durchgebracht. Europas Geschäftsleute, sei es in Polen, Italien oder Spanien, haben überall die gleichen Sorgen. Und sie warten auf Hilfe von den Regierungen."**