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Hamiltons Rekorde, Pogačars Sieg, Maradonas Tod: Ein Rückblick auf das bewegte Sportjahr 2020

Von Euronews
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Hamiltons Rekorde, Pogačars Sieg, Maradonas Tod: Ein Rückblick auf das bewegte Sportjahr 2020
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Lösungen mussten her

Die Corona-Pandemie hat das Sportjahr 2020 ordentlich durcheinandergewirbelt. Für die gesamte Branche galt es also, Lösungen zu finden, um trotzdem Wettkämpfe abzuhalten und den Fans etwas zu bieten.

Formel 1 legt mit Verspätung los

Von 300 km/h auf null: Die Formel 1 kam zunächst zu einem völligen Stillstand. Eigentlich sollte die Saison im März beginnen, dann wurde der Start auf Juli verschoben. Manche Rennen wurden ganz gestrichen, andere wurden neu eingeführt.

Und so konnten Anhänger des Motorsports doch noch dabei sein, als Lewis Hamilton zu seinem 94. Sieg, vor allem aber zu seinem siebten Weltmeistertitel raste. Denn damit liegt der Mercedes-Pilot nun gleichauf mit dem bisherigen Rekordhalter Michael Schumacher.

Hamilton: Rennfahrer und Aktivist

Aber Hamilton fährt nicht nur Auto, er mischt sich auch in gesellschaftspolitische Themen ein. So rief er seine Konkurrenten im Juli auf, vor den Rennen niederzuknien, um so Solidarität mit der Black-Lives-Matter-Bewegung zu demonstrieren.

Hamilton wurde denn auch von der Powerlist zur einflussreichsten schwarzen Person Großbritanniens gewählt. Es war also ein außergewöhnliches Jahr für Hamilton, der seine Sammlung an Rekorden obendrein noch mit den meisten Pole Positions und Podiumsplätzen anreichern konnte.

Tadej Pogacar schnappt Landsmann Roglic den Sieg weg

Außergewöhnlich war auch das Radsportjahr. Der Slowene Tadej Pogacar gewann die Tour de France und zwar als zweitjüngster Teilnehmer überhaupt. Bei seinem Sieg zählte er 21 Lenze. Nur Henri Cornet war mit 19 Jahren jünger, als er 1904 zum Sieg radelte.

Pogacars Landsmann Primoz Roglic hatte seit der neunten Etappe geführt und es sag ganz danach aus, als würde er die Krone einstreichen. Doch daraus wurde nichts: Mit einem Sieg in der 20. Etappe holte Pogacar die Gesamtführung. Zuvor hatte er noch 57 Sekunden Rückstand auf den bis dato vorn liegenden Roglic, am Ende benötigte er für das Zeitfahren zwei Minuten weniger als sein Kompatriot.

Die Tour de France selbst war wegen der Coronapandemie um zwei Monate nach hinten verschoben worden. Dafür lieferte sie mit dem dramatischen Schlusswettkampf der beiden Slowenen ordentlich Spannung.

Champions League führt Play-offs ein

Auch die Champions League wurde wegen des Virus umgestaltet, und das so erfolgreich, dass viele Fußballfans nichts dagegen hätten, wenn das Turnier künftig komplett neu ausgelegt wird. Nach den traditionellen Viertelfinal- und Halbfinalspielen führte die UEFA jetzt das System der Play-offs ein.

Dabei traten die acht Teams, die die Gruppenphase überstanden hatten, in Lissabon in K.o.-Spielen gegeneinander an. Am Ende eines Turniers mit allerhand Wendungen setzten sich die Bayern im Finale gegen Paris Saint-Germain durch und holten damit ihren sechsten Champions-League-Sieg.

Viele Sportfans hoffen nun, dass UEFA und Tokio für kommendes Jahr ähnliche Spektakel bieten können. Sowohl die EM 2020 als auch die Olympischen Spiele in Japans Hauptstadt wurden auf nächstes Jahr verschoben. Und nach wie vor ist unklar, in welcher Form beide Veranstaltungen am Ende ausgetragen werden können.

Abschied von Bryant und Maradona

2020 war auch ein Jahr, in dem uns Sportler wie Basketball-Gigant Kobe Bryant oder der französische Rugby-Spieler Christophe Dominici verlassen haben. Ende November versetzte der Tod von Fußball-Legende Diego Maradona weltweit Millionen Menschen in Trauer. 2020 - ein außergewöhnliches Sportjahr voller Höhen und Tiefen.