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Belgien sieht Licht am Ende des Covid-Tunnels

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Die 91jährige Denise Wayaffe aus der belgischen Provinz Luxemburg wird geimpft
Die 91jährige Denise Wayaffe aus der belgischen Provinz Luxemburg wird geimpft   -   Copyright  ERIC LALMAND/AFP
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Die aktuellen harten Coronavirus-Regeln in Belgien bleiben vorerst in Kraft. So lautet eine entsprechende Entscheidung der Regierung in Brüssel. Nach Monaten von Zwangsmaßnahmen dürften indes viele darüber enttäuscht sein. Doch Experten sind erleichtert. Jetzt sei nicht die Zeit, nachlässig zu werden.

Auf keinen Fall sollten die Einschränkungen jetzt gelockert werden, sagt der belgische Virologe Steven Van Gucht vom Nationalen Forschungsamt für Human- und Tiermedizin. Die Zahlen in Belgien seien besser als in anderen europäischen Ländern, aber sie seien noch nicht gut. Die Zahlen seien immer noch zu hoch, als dass Einschränkungen gelockert werden könnten.

Belgien erlebte über die Weihnachtstage mit die härtesten Maßnahmen in Europa. Nur ein enger sozialer Kontakt pro Person war erlaubt. Noch immer registriert das Land rund anderthalbtausend Infektionen und 130 Krankenhauseinlieferungen pro Tag. Dass diese Zahlen nicht höher liegen, liegt an den strengen Zwangsmaßnahmen.

Dies sei die wahrscheinlichste Erklärung für die vergleichsweise stabile Lage in Belgien, so Van Gucht. Diese so streng wie mögliche Politik der sozialen Kontakte seit nunmehr einigen Monaten habe die stabile Lage erlaubt. Dazu gehöre auch das Festhalten an dieser Politik über die Feiertage.

Während viele Reisende, die von ihren Weihnachtstrips zurückkehren, das Virus möglichweise in sich tragen, stimmt die erste Welle der Impfungen hoffnungsvoll. Noch kein Grund zum Feiern, aber eine Feier ist in Sicht.

Die Dinge würden sich verbessern, es brauche noch ein wenig Geduld, meint Van Gucht. Eine dritte Welle müsse jetzt unbedingt vermieden werden. Doch die Botschft sei: Mit den Impfstoffen gebe es Licht am Ende des Tunnels.

Journalist • Stefan Grobe