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China weitet Coronalockdowns auch auf die Millionenmetropole Langfang aus

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Coronatest in Shijiazhuang.
Coronatest in Shijiazhuang.   -   Copyright  Liang Zidong/Xinhua
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Mehr als 20 Millionen Menschen müssen zu Hause bleiben

In China werden die Corona-Lockdowns auf eine weitere Millionenmetropole ausgeweitet. Seit Freitag gelten bereits in den Städten Shijiazhuang und Xingtai Ausgangssperren für die insgesamt gut 18 Millionen Einwohner.

Jetzt sollen auch die fünf Millionen Menschen des Verwaltungsbezirks von Langfang für sieben Tage nicht vor die Tür. Alle Einwohner Langfangs würden außerdem in den kommenden beiden Tagen getestet, hieß es. Die drei Städte liegen in der Provinz Hebei, die die Hauptstadt Peking umschließt.

WHO-Experten reisen in Corona-Ursprungsort Wuhan

Am Donnerstag soll derweil ein internationales Expertenteam der WHO in Wuhan eintreffen. Die Fachleute wollen dort dem Ursprung des Coronavirus auf den Grund gehen. China hatte den Besuch immer wieder hinausgezögert, aus Angst, als Sündenbock für die Corona-Pandemie abgestempelt zu werden. Jetzt gab es schließlich doch grünes Licht für die Einreise.

Nachdem China das Virus seit dem Sommer nach offiziellen Angaben weitgehend im Griff und das Leben sich längst normalisiert hatte, sind die Behörden höchst alarmiert. Bisher wurden rund 500 Infektionen in der Provinz Hebei nachgewiesen. Die Gesundheitskommission berichtete dort am Dienstag von 40 neuen Fällen. Am Vortag waren es 82 Infektionen in Hebei gewesen und 103 landesweit - die höchste Tageszahl in China seit Juli.

Auch wenn die Zahlen im Vergleich zu anderen Ländern gering sind, reagieren die Behörden sofort mit strikten Maßnahmen, die sich als wirksam erwiesen haben: Ausgangssperren, Massentests, Unterbrechung der Transportverbindungen, Quarantäne und Kontaktverfolgung. Auch gelten durchgehend strenge Einreisebeschränkungen. Wegen des Ausbruchs wurde auch die Jahrestagung des Provinzparlaments von Hebei verschoben, die am 25. Januar stattfinden sollte.