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Dritte Corona-Welle erfasst Spanien: Fast 40.000 Neuinfektionen in 24 Stunden

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Eine Intensivstation in einer Klinik in Leganes, einem Vorort von Madrid
Eine Intensivstation in einer Klinik in Leganes, einem Vorort von Madrid   -   Copyright  Bernat Armangue/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Spanien steckt mitten in der dritten Welle von Coronavirus-Infektionen und das bekommen vor allem die Krankenhäuser zu spüren.

Seit Weihnachten hat sich die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen um 39 Prozent erhöht.

Das Gesundheitsministerium vermeldete am Mittwoch 38.869 Neuinfektionen (Dienstag: 25.438 Neuinfektionen) und 195 Todesfälle (Dienstag: 408) innerhalb von 24 Stunden.

Gesundheitsminister Salvador Illa rief die Bevölkerung auf, die von jeder autonomen Region getroffenen Maßnahmen gewissenhaft zu respektieren. Dies sei die einzige Möglichkeit, die man habe, um das Virus zu kontrollieren.

Das Land hat Ende Dezember mit der nationalen Impfkampagne für die fast 47 Millionen Spanierinnen und Spanier begonnen. Die Zentralregierung hat bisher über eine Million Dosen an die 17 selbstverwalteten Regionen des Landes ausgegeben.

Johnson unter Druck - neue Variante in Brasilien

Weil Großbritannien die höchste tägliche Zahl von Todesfällen seit Beginn der Pandemie gemeldet hat, haben Experten des öffentlichen Gesundheitswesens dies als Zeichen eines "phänomenalen Versagens von Politik und Praxis" bezeichnet.

Die britische Regierung und insbesondere Premierminister Boris Johnson geraten zunehmend unter Druck.

In einem Parlamentsausschuss äußerte Johnson sich nur vage über die Reaktion der Regierung auf eine neue Coronavirus-Variante in Brasilien: "Wir haben Schritte unternommen, um zu verhindern, dass die brasilianische Variante in dieses Land importiert wird. Wir haben Schritte unternommen, um zu verhindern, dass die südafrikanische Variante in dieses Land importiert wird, so wie auch die Franzosen Schritte unternommen haben, um zu verhindern, dass die Kent-Variante nach Frankreich importiert wird. Und das ist es, was die Länder tun."

Italien: Lockdown bis Ende April

Italien verlängert seinen Corona-Notstand bis Ende April, da die Neuinfektionen nicht zurückgehen. Der Ausnahmezustand, der eigentlich Ende Januar auslaufen sollte, gibt der Zentralregierung mehr Befugnisse und soll den öffentlichen Dienst von bürokratischen Hüdern befreien.

Portugal: Stichtag Freitag

Portugal steht ein neuer Lockdown bevor, der ab Freitag in Kraft tritt. Der Appell von Regierungschef Antonio Costa ähnelte inhaltlich stark dem des spanischen Gesundheitsministers: "Die wichtigste Regel ist, zu Hause zu bleiben. Jeder von uns muss diese Regel anwenden, um andere zu schützen und um sich selbst zu schützen, nur dann werden wir unseren Kampf gegen die Pandemie gewinnen."

Portugiesische Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass es acht Wochen dauern könnte, bevor die Infektionsraten auf das vorweihnachtliche Niveau fallen.