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WHO warnt wohlhabende Länder vor Hortung von Impfstoff

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Von Oscar Valero  & Euronews
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WHO warnt wohlhabende Länder vor Hortung von Impfstoff
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Die französische Regierung hat ihre Impfkampagne wieder aufgenommen. Wie in den meisten Ländern sind es zunächst die Schwächsten, die geimpft werden.

In einem Krankenhaus am Rande von Paris hatten bis Donnerstag 210 chronisch Kranke die Impfung erhalten.

Eine Empfängerin war die Dialyse-Patientin Marie-Josée Langlois: "Es ist ein Impfstoff, der noch nicht sehr alt ist, den es noch nicht sehr lange gibt, also habe ich mir bezüglich der Nebenwirkungen ein paar Fragen gestellt. Aber, hey, es gibt immer noch mehr Vorteile als Zweifel."

Premierminister Jean Castex bleibt optimistisch, was das Tempo des französischen Plans angeht: "Am Ende des Monats Januar werden wir mehr als 1 Million geimpfte Menschen haben, was unser ursprüngliches Ziel war. Dieses Ergebnis ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass wir mehr Impfstoffe erhalten haben, sondern auch darauf, dass wir die Verabreichung der zweiten Dosis um eine Woche verzögert haben. Und wir beobachten viel weniger Verluste bei der Verwendung der erhaltenen Dosen."

England: Apotheken an vorderster Impf-Front

Die britische Regierung plant, bis Mitte Februar 15 Millionen Menschen mit Risiko-Faktoren zu impfen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben einige Apotheken in England am Donnerstag damit begonnen, Menschen aus dieser Gruppe zu impfen.

Während die wohlhabenden Länder optimistisch in Bezug auf ihre Impfpläne sind, dämpft die Weltgesundheitsorganisation den Optimismus und warnt vor der Gefahr der Hortung.

Warnung der WHO

Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, sagte in Genf: "95 Prozent der 23,5 Millionen weltweit verabreichten Impfstoffdosen befinden sich in zehn Ländern. "Wir können einfach nicht zulassen, dass irgendein Land oder eine Gemeinschaft unversorgt bleibt."

Etwa ein Prozent der europäischen Bevölkerung hat mindestens eine Dosis des Impfstoffs erhalten, was bedeutet, dass noch schwierige Monate bevorstehen. Für die Länder, die den Impfstoff noch nicht bekommen haben, wird das Jahr 2021 genauso kompliziert wie das vergangene Jahr.