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Studentenprotest in Griechenland: "Keine Polizisten an den Unis"

Von Euronews
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Studentenproteste in Athen
Studentenproteste in Athen   -   Copyright  Thanassis Stavrakis/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Hunderte Studenten in Athen haben für die Öffnung der Hochschulen demonstriert. Sie protestieren außerdem gegen einen Gesetzesentwurf, der eine Polizeipräsenz auf dem Campus vorsehen würde. Griechenland befindet sich derzeit im Lockdown. Seit März finden die Kurse ausschließlich online statt.

Aikaterini Donena studiert Krankenpflege. Auch sie nimmt an den Protesten teil, weil "wir wollen, dass die Unis öffnen. Ich bin im ersten Semester und war noch kein einziges Mal an der Universität. Wir haben keine Bücher. Es macht keinen Sinn, dass die Regierung 30 Millionen Euro für die Polizei an Hochschulen ausgibt und sich nicht an die Gesundheitsvorschriften hält."

Auch Vaggelis Karagiannis ist in Athen dabei und kritisiert: "Im letzten Jahr ist unser Recht auf Bildung verletzt worden. Doch die Regierung hat seitdem keinen einzigen Euro gefunden, um Schutzmaßnahmen einzurichten, damit die Universitäten wieder öffnen. Innerhalb von nur einer Nacht hat es die Regierung aber geschafft, 30 Millionen Euro aufzutreiben, um Polizisten an den Hochschulen aufzustellen, die die Leute überprüfen. Wir werden wie Verbrecher behandelt."

Die Begründung der Regierung: Auf den Hochschulgeländen komme es öfter zu Gewalt zwischen verschiedenen politischen Gruppen. Die Einsatzgruppe soll aus bis zu 1.000 Polizistinnen und Polizisten bestehen, ausgestattet mit Schusswaffen, Schlagstöcken und Tränengas.

Auch in anderen griechischen Städten wurde gegen den Gesetzesentwurf demonstriert. In Thessaloniki kam es dabei zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften.