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Hoëdic: Impfen auf der einsamen Insel

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Hoëdic (Aufnahme von 2018)
Hoëdic (Aufnahme von 2018)   -   Copyright  SEBASTIEN SALOM GOMIS/AFP or licensors
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Hier kommt der Impfstoff als Luftfracht: Auf der französischen Insel Hoëdic vor der bretonischen Küste leben rund 100 Menschen. Das Coronavirus hat die gut zwei Quadratkilometer große Insel bisher verschont, kein einziger Ansteckungsfall ist hier festgestellt worden. Die Bevölkerung auf Hoëdic besteht zu einem Drittel aus Menschen im Rentenalter - und die werden jetzt geimpft.

Dazu wird im kleinen Rathaus der Insel eine Impfstelle eingerichtet.

Ein 59-jähriger Mann mit Vorerkrankung ist der erste Insulaner an der Reihe. Aufgezogen und gesetzt wird die Spritze von Arzt Stéphane Pinard, der nicht von Hoëdic stammt. „Es ist nie einfach, Menschen zu impfen. Ich finde es besser, dass ich auf die Insel komme, weil ich bei guter Gesundheit bin, als die alten Menschen aufs Festland kommen zu lassen“, so Pinard.

Verpflichtend ist die Impfung gegen Covid-19 in Frankreich nicht. Danielle Favre lebt auf Hoëdic, sie findet: „Wir leben hier in einer kleinen, abgeschlossenen Welt. Es ist also besser, wenn alle geimpft sind. Und ich finde, es ist im Allgemeinen auch eine Frage der Solidarität mit Frankreich. Wir müssen das überstehen. Und das ermöglicht mir, mich problemlos mit meinen Enkeln zu treffen."

Impfeinsatz beendet, der Hubschrauber hebt von Hoëdic ab und fliegt zurück aufs Festland. 25 Kilometer sind es bis zur Küste.