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Myanmar: Tausende gegen Militärjunta auf der Straße

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Myanmar: Tausende gegen Militärjunta auf der Straße
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In Myanmar haben auch am Sonntag Tausende Menschen gegen die Militärjunta demonstriert. Es war der neunte Protesttag in Folge.

Die Demonstranten hielten Transparente in englischer Sprache mit der Aufschrift "Helft Myanmar", "Wir wollen keine Diktatur" und "Respektiert unsere Stimmen". Medienberichten zufolge wurden Demonstrationen auch aus Mawlamyaing, Muse, Magway, Taunggi und Mandalay gemeldet.

Polizei beteiligt sich an Demonstrationen

In der Hauptstadt Naypyidaw seien vor allem Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes in einer Welle des zivilen Ungehorsams auf die Straße gegangen. Auch Polizisten schlossen sich den Protesten an.

Vor der US-Botschaft in Rangun, versammelte sich wie schon am Samstag eine Menschenmenge, um die harte Haltung Washingtons gegen die Putschisten zu unterstützen. Präsident Joe Biden hatte am vorigen Mittwoch im Weißen Haus Sanktionen gegen die führenden Generäle und mit ihnen verbundene Unternehmen angekündigt.

UN-Menschenrechtskommission verlangt Demokratie

Derweil hat die UN-Menschenrechtskommission die Freilassung demokratisch gewählter Politiker und Garantien für Meinungsfreiheit gefordert. Die Resolution wurde einstimmig verabschiedet. China, Russland, die Philippinen, Venezuela und Bolivien distanzierten sich jedoch.

Das Militär hatte sich im früheren Birma in der Nacht zum 1. Februar zurück an die Macht geputscht und die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi sowie zahlreiche weitere Politiker in Gewahrsam genommen.

Die Junta hat einen einjährigen Ausnahmezustand verhängt und ein neues Kabinett ernannt. Als offiziellen Grund gab die Armee Wahlbetrug bei der Parlamentswahl vom November an, die Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) klar gewonnen hatte.