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Ambitioniert: Dänemark will alle Bürger:innen auf Corona testen

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Neuer Hafen in Kopenhagen -Symbolbild-
Neuer Hafen in Kopenhagen -Symbolbild-   -   Copyright  Pixabay
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Dänemark möchte gerne aus dem Lockdown raus, aber die hochansteckende britische Virus-Mutante ist zuletzt in fast jeder zweiten analysierten Corona-Probe gefunden worden.

Um das gesellschaftliche Leben wieder öffnen zu können, will die Regierung auf eine ambitionierte Teststrategie setzen.

Nach Möglichkeit sollen alle 5,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger künftig zweimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Das kündigte Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Sozialdemokraten) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz an.

Magnus Heunicke: "Es erfordert etwas vom einzelnen Bürger und vom einzelnen Arbeitgeber, aber es erfordert auch etwas von uns, um sicherzustellen, dass das System und die Testkits bereit stehen und natürlich, dass die Testzentren geöffnet sind."

Wirtschaftsexperten halten die vorgestellte Teststrategie gar für "unrealistisch" bis "wahnwitzig". Sie rechnen vor, dass sie den Staat rund 100 Milliarden Kronen (rund 13,4 Mrd. Euro) pro Jahr kosten würde - genauso viel wie das gesamte dänische Gesundheitswesen pro Jahr.

"Ich werde es tun, wenn ich es muss, aber ich finde, es klingt schon ein bisschen verrückt", sagte ein Mann, der auf der Straße nach seiner Meinung gefragt wird.

Dänemark wolle am 1. März mit der Lockerung beginnen und habe laut Gesundheitsminister zehn Millionen "mildere" Tests der neueren Generation erworben, bei der das Wattestäbchen nicht so tief in die Nase geschoben werden müsse.

Zunächst sollen aber erst mal nur ausgewählte Gruppen getestet werden, Schüler und Beschäftigte in Geschäften, die bei einer Wiedereröffnung an vorderster Front stehen - also rund 160.000 Tests pro Tag.